Paul Drux (Mitte) und die Füchse Berlin haben gute Chancen auf den Einzug ins EHF-Pokal-Halbfinale. Foto: Peter Steffen/dpa
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EHF-Pokal Alles spricht für den Halbfinaleinzug der Füchse Berlin

Die Berliner Handballer gehen am Sonntag mit einem großen Vorsprung ins Viertelfinal-Rückspiel gegen Hannover-Burgdorf.

Velimir Petkovic ist in seiner Karriere viel herumgekommen. Eine Gemeinsamkeit hatten dabei alle Standorte, an denen er als Handball-Trainer gearbeitet hat. „Nirgends ging es locker zu, überall mussten die Ergebnisse stimmen“, sagt der Trainer der Füchse Berlin. „Ich kann also mit Druck umgehen.“ Zuletzt war der Druck besonders hoch, weil die Europapokalqualifikation der Berliner in ernster Gefahr ist. Nach dem jüngsten Last-Minute-Sieg in Stuttgart (34:33) fiel eine entsprechend große Last von den Beteiligten ab. „Deshalb ist es jetzt auch an der Zeit, dass wir etwas für uns tun und uns mal wieder belohnen“, sagt Petkovic – etwa mit dem Einzug in das Finalturnier um den EHF-Pokal am 17. und 18. Mai.

Am Sonntag (15 Uhr, Max-Schmeling- Halle/live bei Dazn) haben die Berliner die große Chance, ihre Dienstreise nach Kiel zu buchen. Dann empfangen sie im Europapokal die TSV Hannover-Burgdorf zum Viertelfinal-Rückspiel. Mit einem Acht-Tore-Polster aus dem Hinspiel vor einer Woche ausgestattet, gehen die Berliner als klarer Favorit auf den Halbfinal-Einzug in die Partie. Vor heimischem Publikum dürfen sie sich theoretisch sogar eine Niederlage erlauben, wenngleich Petkovic davon nichts wissen will. „Wir spielen 100 Prozent“, sagt er.

Dass ein großer Vorsprung nicht viel bedeuten muss, haben die Berliner in der Vergangenheit selbst zwei Mal bewiesen: In einem der besten Spiele ihrer Vereinsgeschichte holten sie im April 2012 einen Elf-Tore-Rückstand gegen Ademar Leon auf und zogen in das Halbfinale der Champions League ein – vor einem Jahr gelang ihnen das auch gegen den kroatischen Klub RK Nexe. Auf der anderen Seite spricht die Statistik der vergangenen Jahre doch sehr für Petkovic und seine Mannschaft: Seitdem der Trainer die Füchse im Dezember 2016 übernommen hat, haben sie in jedem Jahr das Finalturnier um den EHF-Pokal erreicht.

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