Freut sich auf Peking. Superstar Leon Draisaitl. Foto: Monika Skolimowska/dpa
© Monika Skolimowska/dpa

Die NHL pausiert für Olympia Leon Draisaitl: "Das ist das Größte für mich"

Bei den Olympischen Winterspielen 2022 dürfte das Eishockey-Turnier zu den Höhepunkten zählen. Profis aus der stärksten Liga der Welt dürfen dabei sein.

Die stärkste Eishockey-Liga der Welt lässt ihre Profis wieder zu den Olympischen Winterspielen. Wie die nordamerikanische NHL am Freitag (Ortszeit) mitteilte, will sie nach dem Fehlen ihrer Akteure 2018 die Teilnahme an den nächsten Spielen in Peking und 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo ermöglichen. Dies müsse allerdings noch endgültig mit dem Internationalen Olympischen Komitee und dem Eishockey-Weltverband ausgehandelt werden.

Dessen Präsident René Fasel sagte der Nachrichtenagentur AP, er sehe nichts, was dem entgegenstehe. „Es gibt viele Herausforderungen, aber prinzipiell ist das für mich und besonders das internationale Eishockey eine gute Nachricht“, sagte der Schweizer.

Der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes, Franz Reindl, sagte in einer DEB-Mitteilung, die Entscheidung sei zwar noch nicht der endgültige Durchbruch, aber ein absolut positives Signal und eine wichtige Voraussetzung. „Man muss die finalen Gespräche abwarten, es kommen schon noch hohe Hürden, aber ich denke, dass alle einen Weg finden wollen. Jetzt geht es in den Gesprächen um dringliche Themen wie die Versicherungen, Anreise und Unterbringung“, erklärte Reindl.

[Jetzt noch mehr wissen: Mit Tagesspiegel Plus können Sie viele weitere spannende Geschichten, Service- und Hintergrundberichte lesen. 30 Tage kostenlos ausprobieren: Hier erfahren Sie mehr und hier kommen Sie direkt zu allen Artikeln

Der deutsche NHL-Topscorer Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers reagierte erfreut. „Bei den Olympischen Spielen für Deutschland zu spielen, wäre das Größte für mich! Es ist der Traum eines jeden Sportlers, das einmal miterleben zu dürfen“, sagte der 24 Jahre alte Stürmer nach DEB-Angaben.

Vor zweieinhalb Jahren waren im südkoreanischen Pyeongchang keine Akteure von den Clubs aus Kanada und den USA dabei, nachdem sie seit 1998 zuvor an allen Winterspielen teilnehmen konnten. Die NHL unterbrach für die Spiele in Südkorea, wo das deutsche Team ohne Draisaitl sensationell Silber holte, jedoch nicht ihre Vorrunde. Darauf hatten viele Akteure aus Europa enttäuscht reagiert.

Liga und Spielergewerkschaft einigten sich nun bei der vierjährigen Verlängerung ihres Gehaltsabkommens darauf, dass NHL-Profis wieder für eine Olympia-Teilnahme zur Verfügung stehen dürfen.
Bundestrainer Toni Söderholm betonte: „Sportlich wäre es ganz klar das beste Turnier seit Jahren, Eishockey auf dem absolut höchstmöglichen Niveau. Es wäre einfach großartig für alle Beteiligten.“ (dpa)

Zur Startseite