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Die Saisonvorbereitung beginnt: das tat sich im Monat Juli.

Update Die Eisbären Berlin in der Eishockey-Saison 2015/2016 Abgang in Hamburg, Abkommen mit Weißwasser in Berlin

31. Juli 2015: Den gibt es auch noch: Mit 37 Jahren also wagt sich Derrick Walser auf irisches Eis. Als, man höre und staune, SPIELERTRAINER!!!! Jawoll. Unser Tipp: Nicht vergessen, die Taktiktafel abzulegen, bevor es dann in die Powerplay-Aufstellung auf dem Eis geht. Wobei, damit ließe sich der Puck natürlich auch stoppen an der blauen Linie. Aufgrund seiner Reife (siehe Micki DuPont) wäre er ja auch was für die Eisbären gewesen, aber die haben ja schon einen Trainer. Und der wird wohl so schnell nicht mitspielen.

Wie dem auch sei. Walser war insgesamt vier Jahre bei den Eisbären (2004 bis 2006 und 2009 bis 2011 - er wollte auch schon mal wiederkommen und kam dann nicht) und gewann dabei immerhin drei Titel.

29. Juli 2015: Und da ist er weg: Verteidiger Alex Trivellato geht auf Leihbasis (schlimm das Wort in Zusammenhang mit Menschen) zu den Schwenninger Wild Wings. Und die freuen sich drauf, denn der Bursche aus Südtirol hat nun auch einen deutschen Pass (Schad, dass der Mair Stefan net mehr Trainer ist, gel? Obwohl der Alex ja sagt, er komme aus Bolzano und nicht aus Bozen :-) oder so). Was soll es: Viel Glück Alex, hast ja zuletzt eher mehr Dresden als Berlin kennen gelernt.

27. Juli 2015 (II): 75 Minuten dauerte das erste Eistraining am Montag (zum Artikel). 25 Spieler standen auf dem Eis, mit Mark Bell (Knöchelprobleme), Vladislav Filin (Grippe) sowie Neuzugang Spencer Machacek (privater Termin) und Alex Trivellato (Behördengang) fehlten allerdings vier Akteure. Trainer Uwe Krupp zitierte die Spieler immer wieder an die Taktiktafel, wirklich Grundlegendes stand in der ersten Einheit der neuen Saison aber noch nicht auf dem Programm. Es gehe zunächst einmal darum, wieder ein Gefühl für das Eis zu bekommen und sich gegenseitig kennen zu lernen, erklärte Krupp. In den kommenden Tagen wird das schon anders aussehen. "Wir wollen jede Woche andere Schwerpunkte setzen", sagt Krupp. Bis zum ersten Pflichtspiel haben die Eisbären noch rund vier Wochen Zeit, dann steht in der Champions Hockey League das Heimspiel gegen die ZSC Lions an. Ob sich bis dahin noch etwas in Sachen Kader tut bei den Berlinern, ließ der Coach offen. "Als Trainer will ich immer noch einen Spieler mehr, aber das müssen Peter John Lee und Stefan Ustorf entscheiden." Auch einen möglichen Abgang von Trivellato Richtung Schwenningen wollte Krupp am Montag nicht kommentieren.


27. Juli 2015: Trainingsauftakt, am Montagmorgen: Rund 300 Fans, singen "Wir wollen die Eisbären sehen". Die kommen dann 10.12 Uhr aufs Eis unter dem Jubel der Zuschauer angesagt von Sprecher Daniel Goldstein via Mikrophon. 10.16 kommt dann auch Trainer Uwe Krupp, dann drehen sie ihre ersten Runden. Constantin Braun läuft als Einziger in orange auf, weil er noch nicht voll belastbar ist. Mit dabei ist auch der japanische Probespieler Shuhei Kuji.

Bald wieder in Deutschland. Rob Zepp, der einstige Eisbären-Torwart. Foto: Kitty Kleist-Heinrich Vergrößern
Bald wieder in Deutschland. Rob Zepp, der einstige Eisbären-Torwart. © Kitty Kleist-Heinrich

26. Juli 2015: Endlich geht es los. Um 10.30 Uhr steigt morgen das erste Eistraining der gesamten Eisbären-Mannschaft der Saison 2015/2016. Wir werden großflächig davon berichten, für alle, die es am Montagmorgen nicht in den Wellblechpalast schaffen.

22. Juli 2015 (II): Pech übrigens für Nastiuk: Das sogenannte "DEL2-Event-Game" (Winter Game war wohl nicht erlaubt, wegen DEL und so) am 9. Januar 2016 vor 33.000 Menschen im Fußballstadion gegen die Lausitzer Füchse kann er nun nicht bestreiten. Übrigens: in der DEL gibt es kein Winter Game, kommendes Jahr (obwohl es vor Dresden wohl Gespräche darüber gab). Und was ist eigentlich mit dem Berliner Olympia-Stadion? Erfreuen wir uns da weiterhin vor allem an schönen Herthaspielen oder wäre es nicht mal an der Zeit, das wieder ins (Eishockey-)Spiel zu bringen? Da könnte dann Nastiuk zumindest auf der Bank sitzen, oder so...

22. Juli 2015: Ab sofort gibt es Tickets: Mini-Abos und Gruppenpakete für die DEL-Heimspiele für die Saison 2015/16. Ab dem 28. Juli 2015, also einen Tag nach dem Trainingsuaftakt auf dem Eis, gibt es dann Einzeltickets zu kaufen, mehr dazu bei den Eisbären.

20. Juli 2015: Der kanadische Torwart Kevin Nastiuk kehrt zurück zu den Eisbären Berlin und erhält einen Vertrag bis 2016. Der 30-Jährige stand bereits von Januar 2010 bis April 2012 im Kader der Eisbären. Zuletzt spielte Nastiuk zwei bei Eisbären-Kooperationspartner Dresdner Eislöwen. „Wir haben Kevin Nastiuk in den vergangenen Jahren immer mal wieder beobachtet“, sagt Stefan Ustorf, Sportlicher Leiter der Eisbären Berlin. „Er hat sich durch einen hohe Anzahl von Spielen weiterentwickelt und seine Leistungen sind konstanter geworden. Nasti war schon immer da, wenn man ihn brauchte.“

Hier der aktuelle Kader der Eisbären:

Tor: Petri Vehanen, Kevin Nastiuk, Marvin Cüpper
Abwehr: Bruno Gervais, Henry Haase, Alex Trivellato, Frank Hördler, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens
Baxmann, Kai Wissmann, Constantin Braun
Angriff: Spencer Machacek, Laurin Braun, TJ Mulock, Mark Bell, Barry Tallackson, André Rankel,
Florian Busch, Petr Pohl, Jonas Schlenker, Darin Olver, Vladislav Filin, Julian Talbot, Sven
Ziegler, Marcel Noebels
Probespieler: Shuhei Kuji

Im Fallen. Florian Busch erzielt sein Tor zum 4:2 gegen Nürnberg. Foto: dpa Vergrößern
Im Fallen. Florian Busch erzielt sein Tor zum 4:2 gegen Nürnberg. © dpa

17. Juli 2015 (IV): Also, nun mal zurück:

Dass Marco Sturm bei seiner anspruchsvollen Aufgabe Hilfe von erfahrenen Kollegen braucht, ist keine Überraschung. Schließlich ist das Amt des Eishockey-Bundestrainers für den 36 Jahre alten Bayer seine erste Station als Trainer überhaupt. Und am liebsten wäre ihm Uwe Krupp als Helfer im Trainerstab, unter dem Sturm einst als Nationalspieler aktiv war. „Es wäre schön, wenn er mich unterstützen würde“, sagte Sturm dem Fernsehsender „Sky“. Der so Hofierte ist auch nicht abgeneigt. Krupp sagte dem Tagesspiegel: „Ich werde Marco bei seiner neuen Aufgabe unterstützen. Wie das genau aussehen soll, kann sich wahrscheinlich von einer Maßnahme zur anderen ändern. Aber ich helfe gerne.“
Krupps Hauptberuf wird es nicht erlauben, dass er sich zu ausführlich um das Team des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) kümmern kann. Er hat ja einen Vertrag bei den Eisbären Berlin in der Deutschen Eishockey-Liga – und dem Klub gilt seine volle Konzentration, sagt er. Gerüchte, dass Krupp keine Freigabe für einen hauptamtlichen Job als Bundestrainer bekommen habe, dementieren die Eisbären auch. Stefan Ustorf, Sportlicher Leiter, sagt: „Es gab bei uns zu diesem Thema keine Anfrage vom DEB.“ Geschäftsführer Peter John Lee sagt, gegen eine Mitarbeit vom Krupp beim DEB hätten die Eisbären nichts einzuwenden. Lee ist ein Mitglied des sogenannten Kompetenzteams des Verbandes.
Krupp sagt, es sei ihm „eine Ehre“, Marco Sturm, wie er einst jahrelang in der nordamerikanischen Liga NHL als Spieler aktiv, zu unterstützen. Bis 2011 hatte Krupp die Mannschaft betreut und das zuletzt so erfolgreich wie kein anderer Bundestrainer vor ihm.

17. Juli 2015 (III): Und dann auch noch das: Die Hamburg Freezers freuen sich über die Rückkehr von David Wolf. „Ich hatte ein tolles Jahr in Calgary, in dem ich mich menschlich und sportlich weiterentwickelt habe, aber in Deutschland fühle ich mich einfach wohler“, sagt Wolf. Vier Spiele für die Flames, 59 für die Adirondack Flames in der AHL sind die Bilanz der einen Saison in Nordamerika. Na dann, Fäuste zum Eishockeyspielen benutzen und dann ist es eine Bereicherung für die DEL.

17. Juli 2015 (II): Das Spiel heißt "Nenn den Uwe, kommt immer gut". In regelmäßigen Abständen wird beim DEB der Name "KRUPP" in die Runde geschleudert. Nun hat der neue Eishockey-Bundestrainer Marco Sturm gesagt, Krupp als Co-Trainer, das wäre schön. „Mit Uwe werden sicherlich Gespräche kommen. Es wäre schön, wenn er mich unterstützen würde“, sagte Sturm am Freitag bei Sky Sport News HD. Aha. Schön. Und das Gerücht, dass die Eisbären Krupp nicht freigegeben haben, läuft - trotz aller Dementi der Kluboberen - auch weiterhin gut. Sogar bei einer renommierten Nachrichtenagentur. Krupp als Assistent eines Trainer-Novizen Sturm? Na dann Prost! Und schönes Wochenende...

17. Juli 2015: Schweden? Liegt in Köln! Die Haie haben den nächsten Landsmann ihres (oft so, naja... heißblütigen) schwedischen Trainers Niklas Sundblad geholt. Angreifer Johannes Salmonsson kommt von Linköpings HC. Der 29-Jährige ist der siebte Schwede im Haie-Kader, der durch Salmonssons Verpflichtung komplett ist. Warum eigentlich trainiert Sundblad in der DEL und nicht in der Eliteserien? Nun gut, mancher nordamerikanischer Trainer.... lassen wir das. Was uns aus Berliner Sicht VIEL MEHR freut, ist dass Matt Foy dann doch noch einen neuen Klub gefunden hat und die Karriere noch nicht beendet. Gar nicht so weit weg: Viel Glück in Crimmitschau, Matt Foy! Und keine Verletzungen....

Talk im Gasag-Haus. Die Eisbären auf der traditionellen Saisoneröffnungs-PK. Foto: Claus Vetter Vergrößern
Talk im Gasag-Haus. Die Eisbären auf der traditionellen Saisoneröffnungs-PK. © Claus Vetter

16. Juli 2015: Mathias Niederberger geht, Marvin Cüpper (Statistik bei hockeydb ist unvollständig, hier sind sie besser) kommt (zurück). Nach nur einem Jahr wird der vor der vergangenen Saison hoch gelobte Niederberger schon wieder weggeschickt. Erstaunlich, angeblich soll Niederberger bei der Düsseldorfer EG Spielpracis sammeln, die er in Berlin hinter der Nummer eins Petri Vehanen nicht bekommz. Für den 22 Jahre alten Niederberger, vergangene Saison immerhin in elf DEL-Spielena uf dem Eis, kommt der 21-jährige Marvin Cüpper nach drei Jahren in der kanadischen Juniorenliga QMJHL wieder zurück nach Berlin - und unterschrieb gleich für drei Jahre.

„Petri Vehanen hat mit seinen starken Leistungen in der vergangenen Saison gezeigt, dass er bei uns die klare Nummer 1 ist‘‘, sagt Stefan Ustorf, Sportlicher Leiter der Eisbären Berlin. „Wir hatten einen Plan mit Mathias Niederberger und an diesem halten wir fest. Es gibt nur eine kleine Änderung auf dem Weg, dieses Ziel zu erreichen. Mathias Niederberger wird sich als Goalie bei einem anderen DEL-Team hervorragend weiterentwickeln.‘‘ In Düsseldorf haben sie - angeblich - auch viel vor mit Niederberger. Christof Kreutzer, der sich vergangene Saison schon positiv über Mathias Niederberger geäußert hatte, sagte: „Mich freut dieser Wechsel sehr. Ich kenne Mathias natürlich sehr gut, habe seinen Weg genau verfolgt und bin voll von ihm und seinem Leistungsvermögen überzeugt. Wir trauen ihm absolut zu, den nächsten Schritt zu machen und Nummer 1-Torwart bei der DEG zu werden." Womöglich soll Niederberger mit Bobby Goepfert ein gleichberchtigtes Duo bilden. Nach dem Abgang von Tyler Beskorowany ist da ja... ach, was soll's. GUT FÜR DIE DEG!

Szenenfoto aus dem Gruppenspiel der Stavanger Oilers (dunkle Trikots) gegen Ocelari Trinec, das die Norweger 4:1 gewannen. Foto: dpa Vergrößern
Szenenfoto aus dem Gruppenspiel der Stavanger Oilers (dunkle Trikots) gegen Ocelari Trinec, das die Norweger 4:1 gewannen. © dpa

Und für die Eisbären??? Zu Marvin Cüpper lässt sich Ustorf wie folgt zitieren: „Marvin Cüpper ist ein sehr talentierter Torwart, der eines Tages die Nummer 1 in einem DEL-Team sein kann‘‘, sagt Stefan Ustorf über den Neuzugang im Eisbären-Tor. „Wir planen ihn derzeit als Nummer 3 ein. Er wird in der kommenden Saison sehr viel Spielpraxis bei den Dresdner Eislöwen in der DEL2 sammeln. Wir werden zusätzlich einen weiteren Keeper verpflichten, um auf der Torhüterposition gut vorbereitet in die Saison gehen zu können.‘‘

ACH JA. Andere Teams verpflichten auch neue Spieler, z.B. wieder mal die Kölner Haie. Die vermelden heute: Jason Williams kommt. Williams stand zuletzt für die Oklahoma City Barons in der American Hockey League (AHL) auf dem Eis. In der NHL bestritt Williams für die Detroit Red Wings, Chicago Blackhawks, Atlanta Thrashers, Columbus Blue Jackets und Pittsburgh Penguins 482 Spiele. 2002 gewann er mit Detroit den Stanley Cup. Ähem, bestimmt auch ein guter Spieler.

Weiter, weiter, immer weiter. Die Eisbären haben ihre Saison in der CHL am Sonntag trotz Niederlage verlängert. Foto: dpa Vergrößern
Weiter, weiter, immer weiter. Die Eisbären haben ihre Saison in der CHL am Sonntag trotz Niederlage verlängert. © dpa

11. Juli 2015: Das Camp ist vorbei, wer Lust hat, kann sich Interviews mit so ziemlich allen Teilnehmern (Spieler, Trainer) anschauen auf den Seiten der Kings (siehe Tweet unten). Aus Berliner Sicht ist nun erfreulich, dass es bald losgeht mit dem Training. Nämlich in zwei Wochen. 16 Stürmer und 9 Verteidiger sind im Aufgebot. Viel Spaße beim Zählen. Fehlt einer? Richtig, denn wie sagte Trainer Uwe Krupp im Toyota Sports Center von L.A. zum Sportlichen Leiter Stefan Ustorf: "Da sind noch einige in der Pipeline." Sprich: Noch nicht namentlich vermeldet- Viel Spaß beim Raten!

10. Juli 2015: Das Camp nähert sich dem Ende, am Freitagabend ist es vorbei - der USA-Aufenthalt für Kai Wissmann und Jonas Müller allerdings endet damit noch nicht. Die beiden jungen Berliner wollen noch ein paar Tag Urlaub in den USA dranhängen. Vom Camp selbst waren sie jedenfalls beeindruckt - das berichteten auch die vier NHL-erfahrenen Coaches Nelson Emerson, Mike Donnelly, Glen Murray und Mike O'Connell (siehe Bild oben). "Die jungen Deutschen hatten leuchtende Augen, als sie die Kabine hier zum ersten Mal betraten", sagte Emerson. "Das sind gute Jungs."

9. Juli 2015: "Fünf Uhr aufstehen, und dann sofort unter Die Dusche. Da fühlst du dich wie ein Zombie", sagt Uwe Krupp. Das Development-Camp bei den Los Angeles Kings ist auch für den Berliner Cheftrainer eine anstrengende Angelegenheit. Krupp steht bei den Einheiten mit auf dem Eis und Feierabend ist sehr spät, nach dem Ende des Programms mit den Spielern um 17 Uhr ist noch zwei Stunden Besprechung mit den anderen Trainern. "Aber es lohnt sich", sagt Krupp. Nicht nur für seine beiden jungen Spieler Kai Wissmann und Jonas Müller. "Auch als Trainer kannst du hier viel mitnehmen", sagt er. Die Kings seien schließlich eine der besten Organisationen in der NHL.
Wissmann und Müller fanden immerhin noch Zeit, sich am Abend ein Spiel der LA Dodgers anzusehen - jedenfalls einen Teil davon. Danach war Wissmann um die Erkenntnis reicher, "das Baseball wohl nicht meine Sportart wird"

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8. Juli 2015: Am zweiten Tag des Nachwuchscamps der LA Kings dürfte Uwe Krupp auch aufs Eis - und den anderen vier Trainern assistieren. Was wiederum Stefan Ustorf amüsiert zur Kenntnis nahm. Der Sportliche Leiter sagte: "Da sieht man mal, was für eine Qualität das hier hat. Da kommt hier ein zweimaliger Stanley-Cup-Sieger und darf beim Training hereinschnuppern."

Weniger lustig fand Ustorf eine Meldung, nach der die Eisbären Krupp die Freigabe für den Nebenjob verweigert haben sollen. "Das ist Unsinn", sagte Ustorf. "Uns hat niemand gefragt, ob wir Krupp freigeben." Geschäftsführer Peter John Lee sagte dazu: "Der Deutsche Eishockey-Bund wird in ein paar Tagen eine ganz andere Lösung präsentieren." Es ist wohl in jedem Fall so, dass das Nationalteam eine Art Manager erhalten soll - und diesen Job wird wohl Marco Sturm bekleiden. Von der Prominenz des einstigen deutschen NHL-Stars sind die beiden jungen Berliner im Camp der LA Kings noch weit entfernt. Aber Kai Wissmann und Jonas Müller schlagen sich vom Niveau her sehr gut unter den 31 jungen Spielern. "Das Tempo ist sehr hoch, aber es macht sehr viel Spaß", sagt Wissmann.

7. Juli 2015: Es ist was für Frühaufsteher. Das Camp in L.A. hat für Kai Wissmann und Jonas Müller bereits um 6.45 begonnen, mit einer Besprechung. Bereits um 7.45 Uhr stand Müller mit seiner Trainingsgruppe auf dem Eis. "Das war schon ziemlich hart, allein wegen der Zeitumstellung", sagte Müller. Der Trainingstag endete dann erst um 17.30 mit einem gemeinsamen Abendessen. Und so geht es nun weiter bis zum Freitag. Tag für Tag. Für die beiden Jungprofis aus Berlin allerdings kein Problem, sie wollen nach Ende des Camps noch ein wenig urlauben in den USA. Danach allerdings gilt es bei der Rückkehr nach Berlin den Trainingsvorsprung aus dem Camp der Kings zu nutzen, wenn es mit dem DEL-Team auf das Eis geht. Beide jungen Verteidiger kämpfen nämlich um einen Stammplatz im Team von Uwe Krupp, der am Montag im "Toyota Sports Center", der Trainingshalle der Kings, aufmerksamer Beobachter war - was die Chance auf einem Stammplatz seiner beiden Spieler angeht, wollte er sich aber nicht festlegen. "Wichtig ist vor allem, dass der Kai in diesem Jahr sein Abitur macht", sagte Krupp.

6. Juli 2015 (II): Nun also doch ein Kracher für die Eisbären. Bruno Gervais kommt nach Berlin, mit 423 Spielen Erfahrung. Der kanadische Verteidiger kommt auf Empfehlung von Daniel Briere zu den Eisbären, mit Briere - in der Lockout-Saison in Berlin - hat Gervais bei den Philadelphia Flyers gespielt. Manager Peter John Lee sagte: "Ich lege viel Wert auf Dannys Empfehlung, ich bin mir sicher, dass Gervais und weiterhelfen wird."

6. Juli 2015 (I): Ab auf's Eis! Heute morgen hat die Saison für zwei Profis aus der DEL-Mannschaft so richtig begonnen: für Kai Wissmann und Jonas Müller. Die beiden jungen Verteidiger schwitzten in den Morgenstunden bereits erstmals auf im Trainingscenter der Los Angeles Kings. Und das war etwas für Frühaufsteher, bereits um 6.45 Uhr gab es das erste Meeting für die rund 30 jungen Spieler, die sich der NHL-Klub in sein einwöchiges "Development-Camp" eingeladen hat. Es geht dem Unternehmen darum, alle jungen Spieler im Dunstkreis des NHL-Klubs einmal zu näher zu beäugen - schließlich gehören die Eisbären wie LA Kings und die Hamburg Freezers auch zum Imperium der Anschutz-Gruppe.

Seit (Pink)Oktober 2014 nicht im Einsatz. Constantin Braun. Foto: Imago Vergrößern
Seit (Pink)Oktober 2014 nicht im Einsatz. Constantin Braun. © Imago

Am Tag vor dem ersten Tag auf dem Eis gab es für die beiden Berliner Verteidiger und die zwei Hamburger Spieler im Camp (Dominik Tiffels und Torwart Maximilian Franzreb) noch die Chance, sich in der kalifornischen Metropole umzuschauen - was die Spieler dann bei einem Ausflug nach Hollywood auch taten. Mehr interessiert als gelangweilt übrigens! Natürlich packten sie dabei (siehe Bild oben) aber nicht spontan ein Eisbären-Trikot aus, um es dann auf dem Walk of Fame auszupacken - das war von den Eisbären-Öffentlichkeitsarbeitern gewünscht/gestellt. Allerdings hatten die Spieler bei der Wahl des Sternes für das Foto freie Wahl: Jennifer Aniston gewann das Rennen, knapp vor Jennifer Lopez (sie wurde übrigens im Jahr 2013 Star Nummer 2500, dem diese Ehre auf der bekanntesten Straße Hollywoods zuteil wurde).

Da hatten sie mehr Glück als Stefan Ustorf, der Sportliche Leiter der Eisbären durfte sich am Sonntag keine Sterne auf dem Walk of Fame anschauen. Er reiste später an als seine Spieler und kam noch später als geplant in Los Angeles an, weil seine Maschine wegen eines Vogelschlags zwischenlanden musste.

Aber Montag wird es Ustorf dann wohl in die Eishalle schaffen, angesichts der zum Teil doch recht durchwachsenen Temperaturen in Los Angeles übrigens nicht unbedingt eine Wohltat. Denn so heiß wie in Berlin ist es in Kalifornien bei weitem nicht. Aber die Eisbären sind ja zum arbeiten da und von dem Camp selbst erwarten sich die beiden jungen Spieler sehr viel. Nicht nur sei: Bereits vor zwei Monaten bekamen Müller und Wissmann von den Kings einen Ernährungsplan zugeschickt, "Da stand drin, dass wir täglich 4000 Kalorien zu uns nehmen müssen", sagt Wissmann. Und? Dran gehalten? Ging so, sagt Müller. Weil es wohl nicht so einfach war.

Starke Vorstellung: Spencer Machacek bejubelt einen weiteren Treffer gegen Gap Rapaces. Foto: imago Vergrößern
Starke Vorstellung: Spencer Machacek bejubelt einen weiteren Treffer gegen Gap Rapaces. © imago

Manches Lebensmittel auf dem Essen-für-die-Kings-Plan sei wohl nur in US-amerkanischen Supermärkten zu bekommen, glaubt der Eisbären-Verteidiger. Kollege Jonas Müller, wie Wissmann nicht überfüttert wirkend bei der Ankunft in Los Angeles erwartet sich viel vom Camp: "Das wird ein straffes hartes Programm. Ich habe gehört, dass das Athletiktraining sehr hart sein soll." Der Florian Busch, einst selbst mal im Camp der Kings, habe ihm davon berichtet. In jedem Fall, glaubt Müller, sei das Camp eine Chance, um Erfahrung zu sammeln und mit etwas Vorsprung zum Trainingsbeginn der Profis am 27. Juli in Berlin dazustehen.

5. Juli 2015: Die Eisbären sind alle in Los Angeles angekommen, am Sonntag stehen nun erst einmal für die Spieler aus Berlin (und aus Hamburg) medizinische Checks an, bevor es dann am Montagmorgen erstmals aufs Eis geht im Trainingscamp der L.A. Kings. Ihr Hotel hat die Berliner Delegation unweit der Halle bezogen - unweit des Flughafens von Los Angeles. In Kürze hier mehr aus dem Nachwuchscamp der Kings.

3. Juli 2015 (II): Es wurde ja nach außen hin ein wenig still, was die Beziehungen der Los Angeles Kings zu ihren beiden deutschen Brüdern, oder besser: Neffen, angeht: Der Klub aus der National Hockey-League (NHL), der finanzkräftigsten Eishockey-Liga der Welt, gehört wie die Hamburg Freezers und die Eisbären Berlin zum Imperium der Anschutz-Gruppe. Daher liegt es eigentlich nahe, dass der große Onkel den kleinen Neffen auch mal ein wenig hilft: In der Vergangenheit war das schon der Fall. Aus Berlin durften Spieler wie André Rankel, Frank Hördler und Alexander Weiß in jungen Jahren am sogenannten „Development Camp“ der Kings im Sommer teilnehmen und konnten sich so weiterentwickeln – wie vor ihnen schon Constantin Braun, der als Erster in Los Angeles war, weil sich die Kings im Draft an ihm die Rechte gesichert hatten. Gespielt hat Braun aber nie in der NHL – und dass es Jonas Müller (19 Jahre) und Kai Wissmann (18 Jahre) bis dahin schaffen, ist unwahrscheinlich. Aber immerhin haben die beiden jungen Berliner nun ab Montag die Chance, sich im Camp der Kings in einer harten und langen Trainingswoche zu beweisen.

Neben Müller und Wissmann werden auch noch zwei junge Spieler von den Freezers in Los Angeles vorspielen: Torwart Maximilian Franzreb (18) und Verteidiger Dominik Tiffels (21). Nicht nur bei den Hamburgern wird der Trainerstab mit nach Kalifornien reisen; bei den Eisbären werden Cheftrainer Uwe Krupp, sein Assistent Marian Bazany, der Sportliche Leiter Stefan Ustorf und Geschäftsführer Peter John Lee vor Ort sein – in der Hoffnung, die Zusammenarbeit mit den Kings in Zukunft „noch mehr vertiefen zu können“, wie Ustorf sagt. Sportlich hat die Reise in jedem Fall auch einen Hintergrund für die Berliner: Da die Eisbären vor Trainingsbeginn der gesamten Mannschaft in einem Monat personell – und besonders in der Defensive – doch noch einige Lücken im Team haben, ist es sicher eine gute Idee, die beiden talentierten Verteidiger schon jetzt auf ein höheres Niveau vorbereiten zu können.

Vielleicht aber fällt ja in den Gesprächen vor Ort auch sonst noch mal der Name eines Spielers, der den Berlinern in der kommenden Saison weiterhelfen könnte. Mit moderaten Gehaltsvorstellungen natürlich, denn die liegen in der Deutschen Eishockey-Liga weit unter denen der NHL: Der Spieleretat der Kings lag in der vergangenen Spielzeit bei fast 67 Millionen Euro und war damit – grob geschätzt – gut zehn Mal so hoch wie der der Eisbären.

3. Juli 2015: Der (bisher) heißeste Tag des Jahres steht bevor, da bekommt man doch richtig Lust auf Eishockey. Und deswegen starten wir justament heute das neue Eisbären-Saisonblog. Und es gibt ja auch einen Anlass. Die Deutsche Eishockey-Liga hat den Spielplan für die neue Saison herausgegeben. Und da beginnen die Berliner mit einem Spiel gegen die Nürnberg Ice Tigers - den Gegner also, dem sie in den Pre-Play-offs im März unterlegen waren (mehr zu den Terminen unten auf der Seite).

Damit die kommende Spielzeit ein wenig erfreulicher endet, wollen die Eisbären diesmal mit dem Training übrigens früher beginnen. Schon Mitte Juli werden die Spieler in Berlin zurückerwartet, das erste Eistraining ist für den 27. Juli angesetzt. Spannend wird dabei sicherlich auch sein, wer dann alles das Berliner Trikot tragen wird (und wer nicht mehr). Den ganz großen Umbruch wird es aber nicht geben, obwohl nach nunmehr zwei schwachen Jahren durchaus etwas passieren muss. Aber zuletzt war ja noch nicht einmal sicher, was aus Uwe Krupp wird. Der Deutsche Eishockey-Bund hätte den Eisbären-Coach liebend gern als Nationaltrainer - in welcher Form auch immer. Bisher aber ist Krupp einzig und allein Trainer in Berlin. Ob das so bleibt?

Übrigens schon bemerkt: seit 1. Juli haben die Eisbären eine neue Heimspielstätte - zumindest dem Namen nach. Aus der O2 World ist nun offiziell die Mercedes-Benz-Arena geworden.

Spielplan 2015/16 (bis Ende September):

- 15. August 2015: Testspiel, in Dresden. Dresdner Eislöwen - Eisbären Berlin (19.30 Uhr)
- 22. August 2015: CHL, Arena am Ostbahnhof. 1. Spieltag: Eisbären Berlin - ZSC Lions (16.00 Uhr)
- 29. August 2015: CHL, Arena am Ostbahnhof. 2. Spieltag: Eisbären Berlin - GAP Rapaces (16.00 Uhr)
- 04. September 2015: CHL, 3. Spieltag: ZSC Lions - Eisbären Berlin (19.45 Uhr)
- 06. September 2015: CHL, 4. Spieltag: GAP Rapaces - Eisbären Berlin (18.00 Uhr)
- 11. September 2015: DEL, Arena am Ostbahnhof. 1. Spieltag: Eisbären Berlin - Nürnberg Ice Tigers (19.30 Uhr)
- 13. September 2015: DEL, 2. Spieltag: Iserlohn Roosters - Eisbären Berlin (16.30 Uhr)
- 18. September 2015: DEL, 3. Spieltag: EHC Wolfsburg - Eisbären Berlin (19.30 Uhr)
- 20. September 2015: DEL, Arena am Ostbahnhof. 4. Spieltag: Eisbären Berlin - Straubing Tigers (14.30 Uhr)
- 25. September 2015: DEL, 5. Spieltag: Krefeld Pinguine - Eisbären Berlin (19.30 Uhr)
- 27. September 2015: DEL, 6. Spieltag: Schwenninger Wild Wings - Eisbären Berlin (16.30 Uhr)

Die aktuellen Termine finden Sie auch auf der Internetseite der Eisbären Berlin.

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