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Beim Pokalfinale werden Borussia Dortmund und Rassenballsport Leipzig im Berliner Olympiastadion aufeinandertreffen. Foto: imago images
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DFB-Pokalfinale zwischen Dortmund und Leipzig Ein spannungsgeladeneres Programm gibt es nicht

Ausnahmsweise heimst der FC Bayern München eine Trophäe nicht ein. Irgendwie spielen sie aber doch mit, wenn auch auch hinter den Kulissen. Ein Kommentar.

Jetzt hat der deutsche Fußball das Pokalfinale bekommen, das er verdient, wenn der allmächtige FC Bayern München ausnahmsweise mal nicht in seiner grenzenlosen Gier auch diese, im Vergleich zur Meisterschaft kleinere, Trophäe einheimst.

Borussia Dortmund gegen Rasenballsport Leipzig – ein spannungsgeladeneres Programm gibt es doch nicht für den Festtag am 13. Mai im Berliner Olympiastadion. Auch wenn der, weil wieder ohne Zuschauende, eher ein Festchen wird. Aber die Ansetzung bringt viele spannende Geschichten mit sich.

Borussia Dortmund läuft seit Jahren und speziell auch in dieser Saison den eigenen Ansprüchen hinterher. Der DFB-Pokal wäre zu diesem Zeitpunkt nicht nur eine weitere und vielen Trophäen, er brächte auch neuen Glanz beim BVB. Und über Leipzig lässt sich immer trefflich streiten. Von wegen Retorte und so, was auch zur Folge hat, dass die Ansetzung polarisiert und somit die Menschen interessiert.

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Wer nicht für die Sachsen ist, ist gegen sie. Aber das allein ist nicht der Punkt: Erstmals seit der Vereinigung im Jahr 1990 könnte ein Klub aus dem geographischen Osten einen großen Titel im deutschen Profifußball gewinnen (der 1. FC Union und Energie Cottbus waren ja schon mal nah dran).

Ganz ohne die Bayern geht es nicht

Gekauft, werden Kritiker sagen. Geschenkt, werden Menschen sagen, die genau wissen, dass mit Tradition allein keine Titel gewonnen werden und Klubs wie Dynamo Dresden noch Jahre brauchen dürften, um einem Titel so nahe zu kommen wie RB Leipzig.

Für den ehrgeizigen Julian Nagelsmann wäre der Titel zum Abschied vor dem Wechsel zu den Allmächtigen natürlich auch ein Orden in seiner immer noch jungen Trainerkarriere. Wer also gegen die Bayern ist, kann nicht für Leipzig sein. Wer für die Bayern ist, wird allerdings angesichts dieser Konstellation auch kaum für Dortmund sein.

Ganz ohne die Bayern geht es also auch nicht in diesem Finale nicht. Sie spielen wieder mit, wenn auch nur hinter den Kulissen.

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