Yevhen Konoplyanka brachte Schalke mit seinem Tor in Führung. Foto: Reuters
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Derbysieg gegen Borussia Dortmund Schalkes Revier

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Das 2:0 ist der erste Sieg der Gelsenkirchener gegen den BVB seit dreieinhalb Jahren. Konoplyanka und Naldo machen die Tore.

Borussia Dortmunds Michy Batshuayi machte sich in der Nachspielzeit noch einmal auf Richtung Tor. Doch kurz vor dem Strafraum klärte Benjamin Stambouli die Szene mit einer Grätsche. Damit war endgültig klar, dass der FC Schalke 04 dieses Spiel gewinnen würde. Kurz danach war Schluss, Schalke siegte in der Fußball-Bundesliga 2:0 (0:0). Besonders bitter für Dortmund: Batshuayi hatte sich bei der Szene in der Nachspielzeit verletzt und musste auf einer Trage rausgebracht werden. Eine genaue Diagnose gab es zunächst nicht.

„Das ist schon etwas Besonderes, ein Derbysieg zu diesem Zeitpunkt der Saison ist ein Highlight“, sagte Manager Christian Heidel. Bedient war dagegen Dortmunds Marco Reus: „Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen, das haben wir verkackt. Punkt.“

Schalkes Trainer Domenico Tedesco hatte sein Team nach dem 2:3 in Hamburg auf drei Positionen verändert. Für Matija Nastasic, Max Meyer und Breel Embolo rückten Alessandro Schöpf, Nabil Bentaleb und Yevhen Konoplyanka in die Startelf. Dortmund begann so wie beim 3:0 gegen den VfB Stuttgart.

Die Begegnung startete etwas später, beim Berliner Schiedsrichter Manuel Gräfe und seinen Assistenten gab es Probleme mit der modernen Technik, die Kommunikation untereinander klappte zunächst nicht. Nach einer kurzen Verzögerung rollte der Ball endlich. Schalke erwischte den besseren Start. Schöpf hatte zu viel Platz vor dem gegnerischen Strafraum und zog ab. Torwart Roman Bürki reagierte jedoch glänzend.

Doch so richtig auf Touren wollte dieses Revierderby zunächst nicht kommen. Zweikämpfe standen im Vordergrund, harte Arbeit, wenig Glanz. Um für Gefahr zu sorgen, benötigte auch Dortmund einen Weitschuss. Der hatte es dann aber in sich. Beim Versuch von Marco Reus verhinderte Schalkes Torwart Ralf Fährmann mit einer hervorragenden Tat den Rückstand.

Schmelzer verliert den Ball

Sekunden vor der Pause schickte Naldo mit einem langen Ball aus der eigenen Spielhälfte Konoplyanka. Der Ukrainer spurtete in den Strafraum, sein Schuss fand aber nicht das Ziel. Hatte sich Konoplyanka da erst einmal nur angenährt, landete er zu Beginn der zweiten Hälfte einen Volltreffer. Bei seinem Abschluss nach Vorarbeit von Daniel Caligiuri hatte Bürki überhaupt keine Chance. Die Hauptschuld am Gegentreffer trug jedoch Kapitän Marcel Schmelzer, der den Ball an Caligiuri verloren hatte.

Das Tor gab den ohnehin schon überlegenen Gastgebern zusätzliche Sicherheit. Dortmund kam mit dem aggressiven Pressing nicht zurecht und hatte zunächst Mühe, sich zu befreien. Doch Schalke machte zu wenig draus. Ein Weitschuss von Guido Burgstaller, der knapp drüber ging, mehr kam nicht. Nach einer Findungsphase beteiligte sich der BVB aber doch noch einmal am Geschehen, setzte Schalke unter Druck. Sokratis per Kopf, Reus mit dem Fuß – es gab einige gute Gelegenheiten.

Naldo macht alles klar

An das Spektakel aus der Hinrunde, als Dortmund früh 4:0 führte und Naldo in der fünften Minute der Nachspielzeit mit dem Kopf ausglich, kam das Spiel zu keinem Zeitpunkt heran. Aber Naldo hatte auch diesmal eine Hauptrolle. In der Schlussphase bekam seine Mannschaft in aussichtsreicher Position einen Freistoß zugesprochen. Caligiuri stoppte den Ball, Naldo drosch ihn flach ins linke Eck. Beim Abpfiff einige Minuten später ging Trainer Tedesco kurz zu Boden und ballte beide Fäuste. Die Spieler und der Schalker Anhang feierten den ersten Sieg gegen den ewigen Rivalen seit September 2014 ausgelassen. (Tsp/dpa)

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