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Haie-Trainer Uwe Krupp: "Ich glaube, dass uns die Erfahrung des Finales besser gemacht hat"

Der nächste Gegner der Eisbären Berlin Kölner Haie: Fortschritt dank Vorbild

Krupp, der als Profi fast 20 Jahre in der NHL gespielt hat, ist von der Mentalität her ein optimistisch denkender Amerikaner. Er glaubt an Fortschritt und sieht das Haie-Team, das er seit 2011 betreut, in einem Lernprozess. Vor dem Saisonstart hatte er bereits verkündet, seine Profis würden sich in den Play-offs nicht noch einmal von den Eisbären derartig abservieren lassen – er konkretisiert: „Ich glaube einfach, dass uns die Erfahrung des Finales besser gemacht hat und dass wir – sollten wir es schaffen, wieder ins Finale zu kommen – besser mit der Situation zurechtkommen würden.“

So etwas kann nur mit einer Mannschaft funktionieren, die im Gros zusammenbleibt. Krupp bestreitet nicht, dass er sich hier am Erfolgsmodell des siebenmaligen Meisters Eisbären orientiert: „Berlin ist Vorbild für die ganze Liga, wie keine andere Mannschaft haben sie das deutsche Eishockey in den letzten zehn Jahren geprägt.“ Und so setzte er, dem Berliner Modell folgend, auf Kontinuität und kombinierte einen Kern deutscher Nationalspieler mit einer Gruppe überdurchschnittlich starker Ausländer. Das Team wird jedes Jahr nur punktuell verändert.

Mit dem gebürtigen Berliner Marcel Müller, dem Schweden Yared Hagos und Nachwuchsmann Pascal Zerressen kamen bis jetzt nur drei Neue. Krupp hat noch Kontakt zum Routinier Marco Sturm (36), der von Februar bis April in Köln spielte, zurzeit aber noch versucht, in der NHL unterzukommen. Einen Mann wie ihn könnten die Haie im Kampf gegen defensive Bollwerke ganz besonders gut gebrauchen, da ihr kreativster Stürmer Felix Schütz nach Wladiwostok in die russische KHL gewechselt ist. Zunächst aber freut sich Krupp auf ein „gutes und attraktives Eishockeyspiel“ in Berlin. Wie auch immer es ausgehen wird, lange Stunden auf der Autobahn bleiben den Haien diesmal erspart. Sie gönnen sich ausnahmsweise eine Flugreise.

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