Lass dich knuddeln. Benjamin Patch (r.) hatte viel zu bejubeln gegen die Alpenvolleys. Foto: Sina Schuldt/dpa
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Champions-League-Spiel gegen Nowy Urengoi Die BR Volleys hoffen auf Benjamin Patch

Die BR Volleys brauchen dringend einen Sieg in der Champions League. Doch der Gegner ist ein Gigant. Hoffnung macht Benjamin Patch.

Er stand höher in der Luft als alle anderen. Seine Schmetterbälle knallten an den Ohren der Gegenspieler vorbei. Das Publikum jubelte und der US-Amerikaner Benjamin Patch grinste bis über beide Ohren.

Am vergangenen Donnerstag, beim 3:1-Sieg gegen die Alpenvolleys, wirkte der Außenangreifer der BR Volleys, als sei nichts gewesen. Dabei war es sein erstes Spiel nach einer Achillessehnenverletzung. "Er hat toll gespielt", sagte dann auch Volleys-Manager Kaweh Niroomand.

Beim aktuellen Deutschen Meister aus Berlin sind sie schwer erleichtert, dass Patch wieder dabei ist. Der 25-Jährige ist gerade rechtzeitig fit geworden für die wohl bislang wichtigste Partie in dieser Saison. Am Dienstag treffen die Volleys auf Fakel Nowy Urengoi in der Champions League (Beginn 19.30 Uhr).

David gegen Goliath

Die Volleys sind schwer gefordert in diesem Spiel. Nach erst einem Sieg aus drei Begegnungen in ihrer Gruppe brauchen sie einen Erfolg gegen die starken Russen, um noch Aussichten auf den Einzug in die nächste Runde zu haben. Das ist deshalb wichtig für den Klub, weil er in der nationalen Liga den anderen enteilt ist, noch kein Spiel verloren hat, und nun in der Champions League beweisen will, dass er mit Europas Besten mithalten will.

"Es wird ein super schweres Spiel und wir gehen auch zuhause eher als Außenseiter in das Match", sagte Volleys-Kapitän Moritz Reichert. Der Nationalspieler übte sich dabei nicht in Understatement: Die Russen sind in Wahrheit sogar die haushohen Favoriten.

In den Außenangreifern Egor Kliuka und Dmitrii Volkov treffen sie auf zwei der weltbesten Spieler. Auch der ehemalige Volleys-Libero Erik Shoji, inzwischen bei Fakel unter Vertrag, ist einer der besten Spieler auf seiner Position.

Doch in Demut erstarren wollen die Volleys nicht - zumal sie schon bewiesen haben, dass sie es mit den besten Teams aus dem Riesenreich aufnehmen können. Vor vier Jahren besiegten die Berliner im europäischen CEV-Pokalfinale die Russen aus Surgut. Die Konstellation damals war ähnlich, die Volleys waren David, Surgut Goliath. So hoffen die Berliner auch dieses Mal auf eine Wiedererzählung der biblischen Geschichte. (Tsp)

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