Matchwinner. Alassane Plea war der Mann des Tages bei Borussia Mönchengladbach. Foto: Bernd Thissen/dpa
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Bundesliga Mönchengladbach gewinnt Rheinderby in Leverkusen

Dank Alassane Plea startet Borussia Mönchengladbach optimal in die Rückrunde. Dabei hatte Bayer genügend Chancen, einen Punkt mitzunehmen.

Peter Bosz hat bei seiner Rückkehr in die Fußball-Bundesliga eine unglückliche Niederlage hinnehmen müssen. Der frühere Dortmunder Trainer und neue Coach von Bayer Leverkusen unterlag mit seinem Team am Samstag zum Rückrundenauftakt Borussia Mönchengladbach mit 0:1 (0:1) und verpasste damit den Anschluss ans obere Tabellendrittel. Vor 29 628 Zuschauern in der BayArena traf Alassane Plea (37.) zum dritten Auswärtssieg für den Tabellendritten. Trotz einer Reihe von Tormöglichkeiten blieben die Gastgeber im ersten Pflichtspiel unter dem Nachfolger des nach der Hinrunde entlassenen Heiko Herrlich ohne Treffer.

Im 74. Westderby setzte der niederländische Coach von Bayer auf das erwartete 4-3-3-System mit fünf sehr offensiv ausgerichteten Spielern, Karim Bellarabi und die Bender-Zwillinge rückten wieder in die Startelf. Auch die Gäste spielten wie schon seit Saisonbeginn in dem System. Lars Stindl, Jonas Hofmann, Michael Lang, Nico Elvedi und Geburtstagskind Matthias Ginter kehrten in die Anfangsformation zurück. Abwehrchef Ginter, der am Samstag 25 Jahre alt wurde, spielte erstmals nach seiner vor zwei Monaten erlittenen schweren Gesichtsverletzung wieder.

Das dritte Rheinduell binnen fünf Monaten

Im dritten Duell beider Teams binnen fünf Monaten setzten die Gastgeber ihre neue Offensivausrichtung sofort um und trugen bereits nach 19 Sekunden über Bellarabi den ersten Angriff vor. Mit hoch stehenden Außenverteidigern und schnellen Kombinationen über die Außenpositionen setzten die Leverkusener die Gäste von Beginn an unter Druck. Die besten Möglichkeiten ergaben sich für Bayer allerdings aus Distanzschüssen. Den gefährlichsten von Kai Havertz parierte Gladbachs Torhüter Yann Sommer reaktionsschnell (28.).

Die Gladbacher befreiten sich erst gegen Ende der ersten Spielhälfte aus der Umklammerung und kamen bei einem sehenswerten Angriff über Stindl und Hofmann durch einen Flachschuss aus halbrechter Position ins lange Eck von Plea zum Führungstor. Es war der zehnte Saisontreffer des Franzosen. Kurz darauf verpasste Elvedi mit einem Kopfball das 2:0 für die Gäste.

Bellarabi trifft nur den Pfosten

Die Bosz-Elf suchte weiter ihr Heil in der Offensive und hatten viele Aktionen nach vorne und gute Möglichkeiten. Ideengeber Havertz, der in der 63. Minute aus kurzer Distanz scheiterte, und der schnelle Leon Bailey auf Außen sorgten häufig für Gefahr. Bellarabi traf in der 68. Minute nur den Pfosten. Danach ließen die Mönchengladbacher Abwehrreihe und der sichere Torhüter Sommer nichts mehr zu und blieben zum achten Mal im 18. Saisonspiel ohne Gegentreffer.

In den Parallelspielen gewann Mainz in Stuttgart, Düsseldorf in Augsburg, Bremen in Hannover und Frankfurt gegen Freiburg. Hertha BSC greift am Sonntag in Nürnberg ins Geschehen ein. (dpa)

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