Grund zum Jubeln. National ist Julian Zenger mit den BR Volleys noch ungeschlagen. Foto: Imago/Bernd König
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BR Volleys gegen United Volleys Frankfurt Die Pflicht nach dem ersten Rückschlag

Mit einem Sieg gegen Frankfurt am Sonntag können die BR Volleys national alle Ziele erreichen. Für einen Akteur wird es ein ganz besonderes Spiel.

Die BR Volleys stehen am Sonntag (16 Uhr/Sporttotal.tv) gleich vor zwei schweren Aufgaben: Zum einen will Berlins Volleyball-Bundesligist gegen die United Volleys Frankfurt national ungeschlagen bleiben. Zum anderen muss er den ersten kleinen Rückschlag der Saison wegstecken, die Heimniederlage in der Champions League am Mittwoch.

„Vor dem Spiel gegen Kemerowo hatte sich viel Energie aufgeladen“, gibt Manager Kaweh Niroomand zu, „nun müssen wir den Fokus auf dieses letzte Spiel des Jahres legen.“ Die erste Niederlage nach 17 Heimsiegen in Serie kann allerdings nicht über die erfolgreiche erste Saisonhälfte hinwegtäuschen, auch wenn das Überstehen der Gruppenphase in der Champions League, ein Mindestziel der Volleys, wohl nicht erreicht wird.

Volleys treffen auf internationale Frankfurter

Umso wichtiger ist deshalb das Spiel am Sonntag. „Mit einem Sieg hätten wir alle nationalen Ziele erreicht und würden die Verfolger auf Distanz halten“, sagt Niroomand. Mit mindestens sechs Punkten Vorsprung bei einem Spiel mehr würden die Volleys in die Winterpause gehen.

Für einen Volleys-Akteur wird es so oder so ein besonderes Spiel: Libero Julian Zenger spielte bis zum Sommer in Frankfurt. Allerdings sind vom Stammpersonal, das mit ihm sogar in den internationalen CEV-Pokal einzog, nur noch zwei Spieler übrig. Leistungsträger, die auch in den Statistiken ligaweit vorne zu finden sind, sind allerdings mittlerweile andere.

Auf Zuspieler Matthias Valkiers und Außenangreifer Floris van Rekom werden die Volleys achten müssen. Das war auch unter der Woche wieder zu sehen, als van Rekom die Frankfurter im CEV-Pokal zu einem wichtigen Erfolg führte. Mit 3:1 gewann Frankfurt in Minsk und machte die 2:3-Heimniederlage wett. So stehen sie nun im Achtelfinale des Wettbewerbs.

Fertigmachen zum Jubeln. Libero Julian Zenger (l.) trifft mit den Volleys auf seinen Ex-Klub aus Frankfurt. Foto: Andreas Gora/dpa Vergrößern
Fertigmachen zum Jubeln. Libero Julian Zenger (l.) trifft mit den Volleys auf seinen Ex-Klub aus Frankfurt. © Andreas Gora/dpa

„Einige ihrer Ergebnisse haben sicher überrascht“, sagt Zenger über sein ehemaliges Team. Er glaubt aber, dass die Frankfurter noch nicht das abrufen, was sie leisten können. „Die Mannschaft wird sich noch steigern“, sagt der Volleys-Libero. Allerdings wären alles andere als drei Punkte für die Berliner eine weitere Enttäuschung. Zenger will „die Hinrunde unbedingt mit einer weißen Weste abschließen“.

Er wird, wie auch Deutschlands Volleyballer des Jahres, Moritz Reichert, aber wenig Zeit zum Durchschnaufen bekommen. Zenger und Reichert sind mit dem Nationalteam in der Olympia-Qualifikation gefordert. In der Max-Schmeling-Halle. Dort, wo sie sich am Sonntag gegen Frankfurt ordentlich Schwung holen können.

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