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Am Freitag bei der Verkündung von Flicks Kader dürften einige Spieler dabei sein, die schon 30 Jahre und älter sind, wie Thomas Müller. Foto: imago images
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Auswahl von Bundestrainer Hansi Flick Nicht die Oldies abschreiben, sie sind zäher denn je!

Während sein Vorgänger einen Grünschnabel nach dem anderen präsentierte, dürfte Flick anders entscheiden. Das ist nachvollziehbar. Ein Kommentar.

Die Menschen werden immer älter. Und die älteren Menschen werden immer fitter. Der Italiener Giorgio Chiellini war einer der besten Spieler bei der jüngsten Fußballeuropameisterschaft, mit 37 Jahren; der Basketballer LeBron James gilt im zarten Alter von 36 immer noch als einer der Veranlagtesten seiner Zunft.

Die beiden sind aber nichts gegen Fauja Singh. Der Inder hat vor wenigen Jahren als Hundertjähriger einen Marathon absolviert. Nun gibt es Ungereimtheiten wegen des Alters von Singh. Aber davon abgesehen ist die Sache eindeutig: Keiner sollte die Oldies abschreiben, sie sind zäher denn je.

So sieht das offenbar auch der neue Fußball-Bundestrainer Hansi Flick. Während sein Vorgänger Jogi Löw einen Grünschnabel nach dem anderen präsentierte, dürften am Freitag bei der Verkündung von Flicks Kader einige Spieler dabei sein, die schon 30 Jahre und älter sind. Thomas Müller und Ilkay Gündogan zum Beispiel. Aber womöglich auch Marco Reus und Mats Hummels.

Entspricht Hansi Flick damit einem generellen Zeitgeist? Ist der Sturm und Drang der Jugend im Sport nicht mehr gefragt?

Nun, ganz stimmt das wohl nicht. Gegenbeispiele gibt es etliche. So wurde der Italiener Gianluigi Donnarumma, gerade mal 22 Jahre alt, bei der Fußball-EM zum Spieler des Turniers gewählt. Und beim FC Bayern erfreuen sie sich an dem Teenager Jamal Musiala. Die Erkenntnis von Flick ist so banal, dass sie in den vergangenen Jahren etwas in Vergessenheit geraten ist – und zwar frei nach „Adi“ Preißler: „Entscheidend is’ auf’m Platz.“

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