Vier Jahre mehr: Luke Sikma (rechts) bleibt Alba Berlin dauerhaft erhalten. Foto: Soeren Stache/dpa
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Update Assistent Päch wird Cheftrainer in Bonn Luke Sikma verlängert um vier Jahre bei Alba Berlin

Leonard Brandbeck

Große Neuigkeiten bei Alba Berlin: Luke Sikma bleibt gleich vier weitere Jahre beim Bundesligisten. Assistenztrainer Thomas Päch zieht es dagegen nach Bonn.

Vier Jahre, das sind im deutschen Basketball eine halbe Ewigkeit. Der einzige Spieler im Kader von Alba Berlin, der bereits so lange im Profiteam steht, ist Kapitän Niels Giffey. Dass Verträge um mehr als ein oder zwei Jahre verlängert werden, ist nach wie vor eine Seltenheit – noch dazu, wenn es sich um internationale Topspieler handelt. Insofern gab es am Mittwoch bemerkenswerte Neuigkeiten aus der Alba-Geschäftsstelle in Charlottenburg: Da verkündete der Bundesligist, dass Powerforward Luke Sikma seinen Vertrag gleich bis zum Ende der Saison 2022/23 verlängert hat.

Der 29-jährige US-Amerikaner spielt seit Sommer 2017 bei Alba und ist seitdem zum Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Berliner geworden. In der Vorsaison wurde er mit dem MVP-Titel als bester Spieler der Liga ausgezeichnet, in dieser Spielzeit wurde ihm diese Ehre im Eurocup zuteil. Kein Wunder also, dass Sikma von vielen europäischen Spitzenteams umworben wurde. Dennoch bindet er sich nun dauerhaft an Alba.

Für Sportdirektor Himar Ojeda zeigt das, „wie sehr er an unseren Weg und unsere Entwicklung glaubt“. Sikma formuliert es so: „Der Klub hat große Ambitionen und zuletzt eine tolle Entwicklung hingelegt, weswegen es für mich logisch war, meinen Vertrag hier zu verlängern.“ Dabei dürfte Sikma insbesondere die Teilnahme an der Euroleague im Sinn haben. Durch den Einzug in die am Sonntag in München beginnende Finalserie um die Meisterschaft hat sich Alba für den wichtigsten europäischen Wettbewerb qualifiziert – das hievt den Klub in Sachen Attraktivität auf dem Spielermarkt in neue Höhen. Ojeda hat bereits angekündigt, den Kern des Teams beisammenhalten zu wollen. Sikmas Verlängerung nennt er deshalb auch „ein wichtiges Zeichen“.

Auf der Trainerposition müsste man dabei jedoch eher von einem Fragezeichen sprechen. Chefcoach Aito Garcia Reneses wird sich erst nach der Saison endgültig entscheiden, ob er bleibt. Thomas Päch, einer seiner Assistenten, wird Alba dann verlassen. Der 36-Jährige gilt als eines der größten deutschen Trainertalente, bereits in den vergangenen Wochen war deshalb darüber spekuliert worden, dass er bald einen Cheftrainerposten übernehmen könnte. Nun hat sich diese Möglichkeit für ihn beim Ligakonkurrenten aus Bonn ergeben.

„Er ist ein exzellenter Trainer, von dem ich glaube, dass er als Headcoach sehr erfolgreich sein wird“, sagt Sportdirektor Ojeda. „Wir sind sehr stolz, ihn bei uns entwickelt zu haben und wünschen ihm viel Erfolg. Schließlich gehört es nicht nur zu unserer Philosophie, Spieler besser zu machen, sondern auch Trainer.“

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