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Unions Taiwo Awoniyi (rechts) feierte vor wenigen Tagen sein Länderspieldebüt, am Samstag will er gegen Wolfsburg (John Anthony Brooks) treffen. Foto: imago images/Contrast
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Am Samstag kommt der VfL Wolfsburg Der 1. FC Union will eine Serie brechen und eine fortsetzen

Gegen den Champions-League-Teilnehmer aus Wolfsburg hat der 1. FC Union noch nie gewonnen, doch die Berliner sind gleich aus mehreren Gründen optimistisch.

Für Josip Brekalo läuft es im Moment ganz passabel. In der kroatischen Nationalmannschaft gelang dem 23 Jahre alten Flügelspieler vor wenigen Tagen eine Vorlage und im Verein stand er in den vergangenen vier Partien von Beginn an auf dem Platz. Das wird auch an diesem Wochenende so erwartet. Zum Glück für den 1. FC Union ist Brekalo dann aber im Stadio Diego Armando Maradona von Neapel im Einsatz und nicht in Köpenick. Denn vor seinem Wechsel auf Leihbasis zum FC Turin im vergangenen Sommer bereitete der Kroate dem Berliner Fußball-Bundesligisten im Trikot des VfL Wolfsburg einige Probleme.

Bei Unions 0:3-Niederlage in Niedersachsen im Mai erzielte er alle drei Tore und beim ersten Aufeinandertreffen im Oktober 2019 bereitete er das entscheidende 1:0 von Wout Weghorst vor. Die zwei Duelle in Berlin endeten 2:2, in Pflichtspielen ist Union gegen den VfL noch ohne Sieg.

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Doch die Berliner sind optimistisch, diese Statistik am Samstag (15.30 Uhr, Sky) ändern zu können – und das nicht nur wegen des Fehlens von Brekalo. Da wäre zum einen die Serie von 20 Spielen ohne Niederlage im Stadion An der Alten Försterei. Vor eigenem Publikum hat Union zuletzt vor 13 Monaten verloren und auch wenn das Verwaltungsgericht die Planspiele von fast vollen Rängen durchkreuzt hat, werden die Union-Fans unter den 11.006 Zuschauern ihr Team wieder lautstark unterstützen. „Wir wollen unsere Tugenden auf den Platz bringen und brauchen uns nicht verstecken“, sagte Unions Abwehrroutinier und langjähriger VfL-Profi Robin Knoche. „Wir wollen weiter ungeschlagen bleiben.“

Neben der Heimstärke spricht auch die Formkurve für Union. Während die Berliner mit dem Schwung aus drei Siegen in einer Woche in die Länderspielpause gegangen sind, ist Wolfsburg zuletzt immer mehr aus dem Tritt gekommen. Nach vier Siegen an den ersten vier Bundesliga-Spieltagen ist die Mannschaft von Trainer Mark van Bommel wettbewerbsübergreifend seit einem Monat und fünf Pflichtspielen ohne Sieg. In der Liga gab es in der letzten Englischen Wochen zwei 1:3-Niederlagen gegen Hoffenheim und Gladbach. Unions Trainer Urs Fischer warnt dennoch vor dem Gegner: „Ich glaube, dass sie auch in dieser Saison vorne mitspielen werden.“

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Der Schweizer Trainer kann personell nahezu aus dem Vollen schöpfen. Pawel Wszolek könnte mit Fußproblemen ausfallen, spielt bisher aber ohnehin keine Rolle bei den Berlinern. Timo Baumgartl hat in der vergangenen Woche weitgehend mit der Mannschaft trainiert und könnte in den Kader zurückkehren. Ein Startelfeinsatz käme nach seiner schweren Gehirnerschütterung und zwei Wochen Pause jedoch überraschend. Für ihn dürfte erneut Paul Jaeckel in der Dreierkette verteidigen.

Möglicherweise gönnt Fischer dem einen oder anderen Nationalspieler eine Pause. Kapitän Christopher Trimmel spielte für Österreich zwei Mal über 90 Minuten und der Japaner Genki Haraguchi legte mal wieder mehr als 20.000 Flugkilometer zurück.

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