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Junger Schwede! Marcus Eriksson wird für Alba immer wichtiger. Foto: Imago
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Alba und der plötzliche Erfolg in der Euroleague Marcus Eriksson läuft heiß

Laurin Snigula

Jetzt läuft es für Alba auch in der Euroleague, einen großen Anteil daran hat Marcus Eriksson mit 21 Punkten beim Sieg gegen Mailand.

Als die Sirene ertönt lief Marcus Eriksson mit jubelnder Faust auf die Tribüne zu und ließ seine Emotionen raus. Der Schwede war der Schlüsselfaktor beim Euroleague-Heimerfolg 81:76 (43:33) von Alba Berlin gegen Mailand am Freitagabend. „Er ist ein großartiger Schütze“, sagt Luke Sikma über seinen Mitspieler Eriksson, „Manchmal gehe ich nicht einmal zum Offensivrebound. Ich bin mir sicher, dass sein Wurf reingehen wird.“ Insgesamt erzielte Eriksson 21 Punkte und traf fünf seiner acht Dreierversuche. Er war auch für Mitspieler Johannes Thiemann der Faktor für den Heimerfolg, „Besonders starke Leistung von Marcus. Er hat uns sehr geholfen heute und uns phasenweise wirklich getragen“, so Thiemann.

Alba Berlin gewinnt mit dem Erfolg gegen Mailand das dritte Pflichtspiel in Folge und scheint einen Lauf zu haben. Besonders die Tiefe des Kaders ist für Luke Sikma ein Vorteil: „Jeder hat seinen Beitrag geleistet. Wir haben einen breiten Kader. Das ist unsere große Stärke.“ Neben dem sehr beständigem Trio, aus Eriksson, Sikma und Lo, machen auch Spieler wie Louis Olinde oder Christ Koumadje den nächsten Entwicklungsschritt und haben einen wichtigen Anteil an der kleinen Erfolgsserie der Berliner.

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Dass die Sommer-Neuzugänge wie Jaleen Smith und Tamir Blatt noch nicht voll einschlagen, ist für Albas Trainer Israel Gonzalez nicht überraschend. „Wir spielen mit vielen Freiheiten, mit vielen eigenen Ideen und ohne ein festes System. Das ist schwierig und neue Spieler brauchen Zeit es zu Lernen. Erinnern Sie sich an Maodo Lo, es war schwierig für ihn als er zu uns kam und jetzt spielt er sehr gut und trägt unser Team in der Offensive“, sagt Gonzalez.
Am Sonntag empfängt Alba Berlin in der Bundesliga Chemnitz (18 Uhr, Arena am Ostbahnhof). Die Niners sind das Überraschungsteam der Liga, stehen auf dem dritten Tabellenplatz und haben vor drei Wochen Bayern München aus dem Pokal geworfen. „Chemnitz ist brandgefährlich diese Saison und für uns der nächste schwierige Gegner“, sagt Johannes Thiemann. Bei den Assists liegt Alba mit den Niners aus Chemnitz zusammen auf Rang zwei der Basketballbundesliga. Beide Mannschaften bewegen den Ball sehr gut und finden den besser postierten Mitspieler. „Sie spielen mit einer guten Chemie. Sie haben sehr gute Schützen und ihre großen Spieler sind sehr beweglich“, so Gonzalez. Jedoch muss das Team aus Chemnitz ab sofort ohne ihren besten Passgeber auskommen. Aufbauspieler Gerald Robinson machte von seiner Ausstiegsklausel gebrauch und wechselte Ende November nach Italien.
Für Alba wäre ein Heimerfolg am Sonntag der vierte Sieg in Serie und die Berliner würden in der Bundesliga an den Chemnitzern vorbeiziehen. Wenn der Schwede Marcus Eriksson wieder von außen heiß läuft und Alba aggressiv verteidigt, sollten die 2500 zugelassenen Zuschauer auch am Sonntag einen Alba-Sieg bejubeln können.

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