Stefan Peno musste von Albas medizinischer Abteilung gestützt werden und wurde am Sonntag operiert. Foto: imago/Camera 4
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Alba Berlin Stefan Peno fällt monatelang aus

Albas junger Spielmacher hat sich gegen Bayreuth wie erwartet eine schwere Knieverletzung zugezogen. Die Saison ist für den Serben wahrscheinlich vorbei.

Aito Garcia Reneses hatte ziemlich schlechte Laune. Nach dem letztlich deutlichen Heimsieg gegen Bayreuth am Samstag haderte der spanische Trainer von Alba Berlin mit den erneuten Verletzungssorgen seiner Mannschaft. „Es ist fast ein Wunder, dass wir trotz dieser Situation noch in allen drei Wettbewerben dabei sind“, sagte Reneses und zählte auf: „Von unseren 34 Pflichtspielen hat Peyton Siva nur 14 gemacht, Joshiko Saibou 18, Martin Hermannsson 24, Dennis Clifford 24 und Johannes Thiemann 28.“

Stefan Peno war bis zum Samstag in jedem Spiel dabei gewesen, ob in dieser Saison allerdings weitere Einsätze dazukommen, ist sehr fraglich. Wie befürchtet hat sich der 21 Jahre junge Spielmacher aus Serbien gegen Bayreuth schwer verletzt. Im zweiten Viertel war er beim Kampf um einen Rebound unglücklich gelandet und musste sofort ins Krankenhaus. Diagnose: Patellaluxation. Dabei springt die Kniescheibe aus dem Gelenk und muss wieder in ihre ursprüngliche Position gebracht werden. Am Sonntag wurde er operiert. Ob – wie bei dieser Art Verletzung nicht ungewöhnlich – auch Bänder oder Knorpel geschädigt wurden, teilte Alba nicht mit, sprach aber von einer mehrmonatigen Pause. „Es ist eher unwahrscheinlich, dass er in dieser Saison noch mal spielt“, sagte Sportdirektor Himar Ojeda.

Auch Peyton Siva und Joshiko Saibou fehlen

Die Verletzung Penos stellt Alba zwei Wochen vor dem Pokalfinale in Bamberg vor arge Probleme. Wie schon zu Saisonbeginn, als beide Center gleichzeitig fehlten, und im Herbst, als auf einmal drei Guards verletzt waren, ist erneut eine Position massiv betroffen. Neben Peno muss Reneses bereits auf Point Guard Siva (Aufbautraining nach Knieverletzung) und Shooting Guard Saibou (Bänderanriss im Sprunggelenk) verzichten. „Verletzungen sind das Schlimmste, was im Basketball passieren kann“, sagte der Trainer.

Siva wird sein Pensum in dieser Woche erhöhen und soll noch vor dem Pokalfinale in den Spielbetrieb zurückkehren. Seine Topform wird er bis dahin aber kaum erreichen. Denn problematisch sind nicht nur die Verletzungspausen, sondern auch die Zeit danach. „Wenn die Spieler zurückkommen, müssen sie erstmal ihren Rhythmus wiederfinden und auch das Team muss sich wieder umstellen“, sagte Reneses. Im Aufbau wird es in den nächsten Spielen gegen Partizan Belgrad am Dienstag und in Bonn am Sonntag vor allem auf Hermannsson und Jonas Mattisseck ankommen. Es ist aber auch nicht auszuschließen, dass Alba noch einen neuen Spieler verpflichtet. „Wir müssen entscheiden, ob wir noch einmal reagieren.“

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