Zuschauer. Peyton Siva darf drei Wochen lang nur auf Krücken laufen und wird den Basketballern von Alba Berlin den gesamten Januar fehlen. Foto: Christoph Soeder/dpa
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Alba Berlin Peyton Siva fällt mit Knieverletzung lange aus

Schon zum zweiten Mal in dieser Saison fehlt der Spielmacher für mehrere Wochen. Die genaue Natur seiner Verletzung wurde anfangs jedoch nicht ganz klar.

Zumindest eine Sache war am Donnerstagabend ganz deutlich: Peyton Siva wird Alba Berlin längere Zeit fehlen. Auf zwei Krücken humpelte der Spielmacher durch die Arena am Ostbahnhof, an sportliche Betätigung ist für den 28 Jahre alten US-Amerikaner vorerst nicht zu denken. Was Siva genau fehlt, darüber waren sie sich beim Berliner Basketball-Bundesligisten allerdings nicht ganz einig.

Trainer Aito Garcia Reneses tat sich schwer, die Verletzung auf Englisch zu erklären und sprach von einem gebrochenen Knochen, jedoch „nicht doll, nur ein bisschen“. Auch Siva selbst nannte die Verletzung eine „kleine Fraktur“. Laut Marco Baldi handelt es sich jedoch nicht um einen Bruch. „Er hat sich im Training am Mittwoch das Knie nach hinten überstreckt. Das ist eigentlich eine klassische Kreuzbandgeschichte. Da ist aber zum Glück nichts kaputt“, sagte Albas Manager. „Er hat einen Druck aufs Schienbein bekommen und darf es nicht belasten.“

Erst Mannschaftsarzt Moritz Morawski sorgte schließlich für Klarheit und führte die verschiedenen Versionen zusammen. Durch das Überstrecken des Knies seien Oberschenkelknochen und Schienbein aufeinandergeschlagen und Siva habe sich „am Schienbeinkopf eine kleine Impression“ zugezogen. „Der Knochen ist ein bisschen eingedrückt, aber nicht verschoben“, sagte Morawski. Diese Art von Verletzung könne man sich in etwa wie einen Haarriss vorstellen. Die Bänder und Knorpel sind nicht beschädigt und eine Operation nicht notwendig. Siva muss das Knie allerdings etwa drei Wochen schonen, erst danach kann er die Krücken ablegen und wieder mit dem Aufbautraining beginnen.

Für Siva ist es bereits die zweite längere Pause in dieser Saison. Aufgrund einer Rippenfraktur hatte der Point Guard von Ende Oktober bis Anfang Dezember gefehlt und dabei acht Spiele verpasst. Gegen Gießen konnte Alba den Ausfall seines Führungsspielers gut kompensieren. Stefan Peno zeigte im Aufbau mit 16 Punkten und acht Assists eine gute Leistung und Martin Hermannsson war nach sieben Wochen Verletzungspause auf Anhieb Topscorer. Da auch Franz Wagner auf das Parkett zurückgekehrt ist, sind außer Siva momentan alle Spieler fit. Auf dessen neuerliche Verletzung hätten sie bei Alba Berlin aber gerne verzichtet – zumindest in diesem Punkt herrscht große Einigkeit.

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