Erst am Mittwoch verlor Würzburg das Finalrückspiel im Fiba Europe Cup gegen Dinamo Sassari, am Sonntag sind die Unterfranken zu Gast bei Alba Berlin. Foto: Daniel Karmann/dpa
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Alba Berlin gegen Würzburg Zwei Teams parallel am Limit

Leonard Brandbeck

Auch Albas kommendem Gegner aus Würzburg machen die Strapazen einer langen Saison im europäischen Wettbewerb zu schaffen.

Es sind vertraute Worte, die vor Alba Berlins anstehendem Spiel in der Basketball-Bundesliga aus Würzburg zu vernehmen sind: „Die Jungs spielen seit Wochen am Limit“, sagt Denis Wucherer, Chefcoach von Albas kommendem Gegner. Zuletzt hätten seine Spieler „noch einmal alles rausgehauen, was sie hatten“. Jetzt werde man „alles versuchen, um aus den letzten vier Spielen die bestmöglichen Ergebnisse rauszuholen“. Doch: „Leicht wird das nicht.“

So oder so ähnlich hatte es in den vergangenen Wochen auch oft aus den Mündern der Spieler und Verantwortlichen von Alba Berlin geklungen. Die Parallelen bestehen nicht zufällig: Beiden Teams steckt eine lange Saison in den europäischen Wettbewerben in den Knochen. Albas bittere Niederlage in der Finalserie des Eurocups gegen Valencia liegt nun schon wieder mehr als zwei Wochen zurück, Würzburg hat erst am vergangenen Mittwoch auch das zweite Finalspiel im Fiba Europe Cup gegen den italienischen Klub Dinamo Sassari verloren.

Am Sonntagnachmittag (15 Uhr/live bei Magentasport und Sport 1) treffen in der Arena am Ostbahnhof nun zwei Teams aufeinander, für die es nach zuletzt schweren Wochen mit vielen intensiven Spielen nur noch darum geht, möglichst unfallfrei in Richtung Ende der Hauptrunde zu kommen. Möglichst unfallfrei – das heißt für Alba, weiterhin Platz drei in der Liga zu verteidigen und dabei jedoch nicht zu viele Kräfte zu lassen, bevor dann Mitte Mai mit dem Beginn der Play-offs die entscheidende Saisonphase ansteht. Für Würzburg geht es hingegen darum, dann überhaupt noch im Rennen zu sein: Die Franken zählen zu den sechs Teams im Tabellenmittelfeld, die sich noch realistische Hoffnungen auf eine Teilnahme an den Play-offs machen können.

Doch das Team von Trainer Wucherer hat aus seinem europäischen Finalduell einige gesundheitliche Folgen davongetragen – Dreierspezialist Jordan Hulls und Center Johannes Richter werden den Würzburgern fehlen, mehrere Spieler sind angeschlagen. Auch da sind sie wieder, die Parallelen zu Albas vergangenen Wochen. Bei den Berlinern sind inzwischen außer Guard Martin Hermannsson jedoch alle Spieler wieder fit. Und seit dem knappen Sieg in Jena am vergangenen Dienstag hatte das Team nun auch wieder etwas Zeit, an den Grundlagen zu arbeiten. „Wir können jetzt drei Tage lang das im Training nachholen, was in den letzten zwei Monaten liegen geblieben ist“, sagte Trainer Aito Garcia Reneses unter der Woche. „Das wird uns gut tun.“

Und das ist auch nötig, denn das Heimspiel gegen Würzburg bildet den Auftakt zum Saisonendspurt der Berliner: Vier Spiele in acht Tagen warten nun noch einmal auf Alba – und übrigens auch auf die Würzburger.

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