Zum Corona-Überblick: Alle Zahlen zu SARS-CoV-2 in Deutschland
25 Punkte von Mike James (links) reichten Monaco gegen Alba (Mitte Luke Sikma, rechts Louis Olinde) nicht zum Sieg. Foto: Andreas Gora/Imago
© Andreas Gora/Imago

92:84 gegen Monaco in der Euroleague Alba Berlin gewinnt letztes Heimspiel mit Zuschauern

Im letzten Heimspiel vor dem erneuten Zuschauerausschluss setzt sich Alba Berlin mit einer starken Leistung gegen den ambitionierten Euroleague-Neuling durch.

Die Arena am Ostbahnhof war nicht gerade ein Hexenkessel, doch immerhin waren am Mittwochabend noch einmal 2000 Zuschauer gekommen zum Spiel von Alba Berlin gegen die AS Monaco. Das reichte um Gästetrainer Sasa Obradovic größtenteils zu übertönen - und wie schwierig das ist, wissen sie nirgends besser als hier. Im letzten Heimspiel der Berliner vor zumindest teilweise besetzten Rängen, bevor ab dem 28. Dezember erneut und vermutlich für längere Zeit in den Hallen wieder nur das Quietschen der Schuhe auf dem Parkett und die Schreie der gegnerischen Trainer zu hören sein werden, beglückte Alba das Publikum mit einem Sieg. Nach zuletzt drei Euroleague-Niederlagen in Folge setzten sich die Gastgeber 92:84 (23:21, 17:9, 29:26, 23:28) durch. Beste Berliner Werfer waren Ben Lammers (18 Punkte), Marcus Eriksson (15), Maodo Lo (12) und Jaleen Smith (10).

Bei Alba reichte es für Christ Koumadje nach seiner Sprunggelenksverletzung noch nicht für eine Rückkehr in den Kader, ansonsten sah es bei der Mannschaft von Trainer Israel Gonzalez personell aber gut aus. Den besseren Start erwischten dennoch die Gäste aus dem Fürstentum, die als Eurocup-Sieger mit viel Geld und prominenten Verpflichtungen durchaus Ambitionen in ihrer allerersten Euroleague-Saison haben. Mit Leo Westermann musste Monaco zwar auf einen Topspieler verzichten, doch mit Donatas Montiejunas und Mike James standen auch so genügend herausragende Basketballer auf dem Parkett.

[Wenn Sie aktuelle Nachrichten aus Berlin, Deutschland und der Welt live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräteherunterladen können]

Gerade der litauische Center bereitete Alba im ersten Viertel enorme Probleme. Nach sieben Minuten hatte er bereits 14 Punkte auf dem Konto und damit fast so viele wie das gesamte Berliner Team. Doch das änderte sich schnell, denn Alba fand immer besser ins Spiel. Kurz vor Ende des ersten Spielabschnitts gingen die Gastgeber durch Louis Olinde erstmals in Führung. Dass Obradovic an der Seitenlinie nun deutlich aktiver wurde, war ein eindeutiges Zeichen für die Wendung, die das Spiel zu nehmen begann. Das verstärkte sich im zweiten Viertel, in dem Monaco offensiv kaum noch etwas gelang. So gingen die Berliner mit zehn Punkten Vorsprung in die Halbzeit.

Es bedurfte nicht viel Fantasie, um sich die Lautstärke in der Gästekabine vorzustellen - und das schien zumindest im Offensivspiel Wirkung zu zeigen. Besonders Mike James drehte nun auf und ließ erkennen, warum er zuvor bei ZSKA Moskau zu den dominantesten Spielern der Euroleague zählte. Alba ließ sich davon allerdings nicht aus der Ruhe bringen und punktete konstant weiter. Vor allem Lammers schloss extrem effizient ab.

[Mehr guten Sport aus lokaler Sicht finden Sie – wie auch Politik und Kultur – in unseren Leute-Newslettern aus den zwölf Berliner Bezirken. Hier kostenlos zu bestellen:leute.tagesspiegel.de]

Die letzten zehn Minuten begannen mit einem Berliner 13-Punkte-Vorsprung, doch dieser schmolz schnell dahin. Alba verlor offensiv etwas den Faden und hatte Pech, dass die Schiedsrichter bei einem harten Schlag ins Gesicht von Johannes Thiemann nicht auf unsportliches Foul entschieden. Da auf der anderen Seite James (Topscorer mit 25 Punkten) das Spiel noch weiter an sich riss, war Monaco zur Hälfte des letzten Viertels bereits auf 74:76 dran und es lag eine erneute Wende in der Luft.

Doch mit viel Kampf und einigen wichtigen Würfen von Yovel Zoosman und Maodo Lo gelang es Alba doch noch, den wichtigen Heimsieg festzuhalten und dadurch in der Tabelle mit Monaco gleichzuziehen. So konnten die 2000 Fans beim letzten Besuch in der Halle für unbestimmte Zeit zumindest einen Sieg feiern.

Zur Startseite