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Rein damit. Christopher Trimmel trifft zum Sieg. Foto: Koch/Imago
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2:1 für Union gegen den 1. FC Köln Klassenerhalt geschafft? „38 Punkte könnten eventuell reichen“

Der 1. FC Union dreht das Spiel gegen Köln und gewinnt durch das erste Bundesligator von Kapitän Christopher Trimmel nach 0:1 noch 2:1.

Während fast alle Feldspieler des 1. FC Union auf dem Weg zu Torschütze Christopher Trimmel waren, sprang der verletzte Taiwo Awoniyi auf der Haupttribüne auf und feierte den Vorbereiter. „Julian!“, rief der Nigerianer und reckte die Fäuste in die Höhe. Auf dem Feld reagierte der gemeinte Außenverteidiger Julian Ryerson, blickte auf die Tribüne und lachte. Die Laune war prächtig nach dem Führungstreffer der Berliner: Ryerson freute sich über seine starke Vorlage, Trimmel über sein erstes Bundesligator – sein erster Treffer überhaupt seit dem 29. Juli 2017 – und der 1. FC Union über drei Punkte.

Durch das 2:1 (0:1) gegen den Lieblingsgegner der vergangenen Jahre, den 1. FC Köln, festigten die Berliner ihren siebten Tabellenplatz und sind nun seit fünf Spielen ungeschlagen. „Ich lehne mich mal nicht so weit aus dem Fenster“, sagte Unions Robert Andrich zum Thema Klassenerhalt. „38 Punkte könnten eventuell reichen. Das andere Ziel muss sein, dass wir so lange wie möglich oben dranbleiben.“

Nachdem Trainer Urs Fischer beim 0:0 in Bielefeld vor einer Woche auf Viererkette umgestellt hatte, kehrte er nun wieder zur in der Rückrunde angestammten Formation mit drei Innenverteidigern zurück. Nico Schlotterbeck rückte für Marius Bülter in die Mannschaft, Marcus Ingvartsen machte Platz für Keita Endo und Petar Musa kam anstelle von Joel Pohjanpalo zu seinem Startelfdebüt.

Die Berliner starteten dann auch sehr schwungvoll. Es waren keine drei Minuten gespielt, da eroberte Schlotterbeck den Ball, schaltete sofort um und passte klug auf Grischa Prömel. Nach einem Kontakt spitzelte er den Ball im Fallen knapp am Tor vorbei. Union machte druckvoll weiter. Nach Wochen mit geringem offensiven Ertrag – gegen die Abstiegskandidaten Schalke, Mainz und Bielefeld gab es kein Tor – war der Mannschaft der Wille anzumerken, den Erfolg zu erzwingen. Nach Hereingaben von Endo vergab Musa zwei gute Chancen.

Von Köln kam in dieser Phase offensiv nichts. Die Gäste schafften es kaum, den Ball über mehrere Stationen zu halten und hatten große Probleme mit dem aggressiven Pressing der Berliner. Beim einzigen Kölner Abschluss wehrte Andreas Luthe Salih Özcans Schuss zur Ecke ab.

Gegen Köln hat Union nun fünfmal in Folge gewonnen

Ansonsten blieb Union die tonangebende Mannschaft und war mehrfach nah dran, die Kölner Schwäche bei Standards auszunutzen. Vor allem Schlotterbeck kam mit gutem Timing mehrfach mit dem Kopf an den Ball, seinen Abschluss bugsierte Noah Katterbach kurz vor der Linie aber artistisch an die Latte.

Nach den starken ersten 30 Minuten der Berliner verflachte das Spiel bis zur Halbzeit. Köln hatte nun mehr Ballbesitz, konnte damit allerdings nicht allzu viel anfangen. Als die Nachspielzeit der ersten Halbzeit bereits fast abgelaufen war, machte Union den Gästen aber ein Geschenk, das sie in Person von Jonas Hector gerne annahmen. Der FC-Kapitän überraschte Unions Verteidiger Robin Knoche mit einer Drehung im Strafraum und kam zu Fall. Den Elfmeter verwandelte der ehemalige Herthaner Ondrej Duda souverän.

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Lange mussten sich die Berliner über den unnötigen Rückstand jedoch nicht ärgern. Denn nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff flog Julian Ryersons Flanke Marius Wolf an den Arm und Aytekin war sich sofort sicher: Elfmeter für Union. Max Kruse verwandelte cool in die rechte Ecke.

Solch eine frühe Antwort kann einer Mannschaft viel Schwung geben – tat sie in diesem Fall aber nicht. Union schafft es erst mal nicht, Druck zu erzeugen, und Köln war deutlich aktiver. Torgefahr resultierte daraus aber auf beiden Seiten nicht, bis Ryerson sich in der 67. Minute auf der linken Seite mit einem sehenswerten Haken durchsetzte. Seine Flanke flog an Freund und Feind vorbei zu Trimmel, der von der rechten Seite volley in die lange Ecke zum 2:1 traf. „Mit den Assists hat es ja bisher immer gut geklappt, mit den Toren leider nicht. Da muss man sich schon viel Kritik gefallen lassen, daher bin ich froh, dass es mir jetzt gelungen ist“, sagte Trimmel zu seinem Premierentreffer.

Union hätte das Spiel zehn Minuten später entscheiden können, doch der eingewechselte Pohjanpalo scheiterte nach einem starken Pass von Kruse freistehend an Timo Horn. So drückte Köln in der Schlussphase noch auf den Ausgleich, die starke Defensive der Berliner ließ aber keine klare Torchance mehr zu.

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