Schrei vor Glück. Für Christopher Trimmel läuft es nicht nur wegen seiner Vertragsverlängerung gut. Foto: Andreas Gora/dpa
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1. FC Union Neuer Vertrag, alte Heimstärke

Die Berliner haken die rumpelige Leistung beim Heimsieg gegen Sandhausen schnell ab. Christopher Trimmel freut sich nicht nur über seine Vertragsverlängerung.

Christopher Trimmel gehört zu den gesprächigeren Profis beim 1. FC Union. Während die meisten Spieler nach dem 2:0 gegen den SV Sandhausen am Samstag schon lange in der Kabine verschwunden waren, beantwortete der Kapitän noch geduldig Fragen. Über den mühsamen Heimsieg, die Tabellensituation und seine Vertragsverlängerung. Bei diesem Thema wurde es dann aber auch dem 31 Jahre alten Österreicher zu viel. „Es ist kein Geheimnis, dass ich mich sehr wohl fühle bei Union“, sagte Trimmel. „Über Vertragsinhalte werde ich aber sicher nicht sprechen.“ So blieb die offizielle Sprachregelung zu seinem neuen Arbeitspapier genauso rumpelig wie die Leistung seiner Mannschaft. Um „bis zu zwei Jahre“ habe Trimmel seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag verlängert. Was so viel heißt wie: ein Jahr plus eine Option für eine weitere Saison, gültig für die Zweite Liga und die Bundesliga.

"Die Heimbilanz ist schon imposant"

So wie es momentan bei den Berlinern läuft, ist letzterer Fall nicht nur eine übliche Vertragsklausel, sondern eine immer konkretere Möglichkeit. Spielerisch ließ Union gegen Sandhausen viel zu wünschen übrig, das störte letztlich aber niemanden. „Jeder kennt die Liga und da wird es nicht funktionieren, wenn du glaubst, nur spielerisch gewinnen zu können“, sagte Trimmel. Der Rechtsverteidiger spielt seit 2014 für Union und erinnert sich noch genau an die vorletzte Saison, als die Berliner ebenfalls lange im Aufstiegsrennen dabei waren und am Ende nur Vierter wurden. Trimmel hat daraus seine Lehren gezogen. „Die Tabelle ist mir derzeit eigentlich egal. Wichtig ist, dass wir die Spiele gewinnen und oben dran sind.“

Einer der Hauptgründe für den aktuellen Erfolg ist die große Heimstärke. Saisonübergreifend ist Union im eigenen Stadion seit 18 Spielen ungeschlagen, gegen Sandhausen gab es den fünften Sieg in Serie. „Die Heimbilanz von Union ist schon imposant“, sagte Sandhausens Trainer Uwe Koschinat. Auswärts haben die Berliner dafür bisher erst ein Spiel gewonnen, eigentlich zu wenig für einen Aufstiegskandidaten. Wenn es nach Christopher Trimmel geht, wird sich daran schon am kommenden Samstag in Duisburg etwas ändern.

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