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Viel Kampf, wenig Kunst. Timo Baumgartl, Mohammed Abu Fani und Taiwo Awoniyi arbeiteten Fußball. Foto: Matthias Koch/dpa
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1:0-Sieg bei Maccabi Haifa 1. FC Union darf weiter auf die nächste Runde hoffen

Der 1. FC Union Berlin hat sich sein Endspiel um den Einzug in die K.-o-Runde der Conference League erarbeitet. In Haifa siegte der Bundesligist schmeichelhaft.

Das Spiel im Sammy-Ofer-Stadion von Haifa war am Donnerstagabend seit ein paar Sekunden vorbei, der 1. FC Union freute sich über einen wichtigen 1:0 (0:0)-Auswärtssieg, als noch eine erfreuliche Nachricht eintrudelte. Im Parallelspiel hatte Feyenoord Rotterdam in der dritten Minute der Nachspielzeit in Unterzahl gegen Slavia Prag ausgeglichen. Union muss im Endspiel um Platz zwei der Gruppe in zwei Wochen in Olympiastadion gegen die Tschechen zwar immer noch gewinnen, nun reicht aber bereits ein Sieg mit einem Tor Unterschied.

Durch den zweiten Erfolg gegen Maccabi schiebt sich Union an den Israelis vorbei. Das 3:0 im Hinspiel in Berlin war Ende September von antisemitischen Übergriffen auf Maccabi.Fans überschattet worden. Vor dem Rückspiel besuchte eine Union-Delegation um Präsident Dirk Zingler die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. „Wir nehmen Eindrücke mit, die uns noch lange beschäftigen werden und die niemand von uns vergessen wird“, wird Zingler in einer Mitteilung zitiert.

Sportlich wird die Dienstreise nach Israel eher weniger Eindruck hinterlassen haben. Im Vergleich zum 2:0 im Berliner Derby gegen Hertha BSC am vergangenen Samstag veränderte Urs Fischer seine Mannschaft auf vier Positionen. Für Stammtorwart Andreas Luthe kam Frederik Rönnow zu seinem dritten Saisoneinsatz. Der gesperrte Kapitän Christopher Trimmel wurde durch Julian Ryerson vertreten, für Niko Gießelmann und Grischa Prömel begannen Tymoteusz Puchacz sowie Kevin Möhwald.

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Fischer hatte vor dem Spiel Besonnenheit von seinem Team gefordert. „Wir müssen das Spiel nicht in den ersten zehn Minuten entscheiden, sondern haben 90 Minuten Zeit“, hatte der Schweizer Trainer gesagt. Doch etwas mehr Schwung hätte sich Fischer von seiner Mannschaft sicherlich gewünscht. Schon früh in der ersten Halbzeit war er von der Seitenlinie laut und deutlich zu vernehmen – und zufrieden klang er nicht. Beide Mannschaften boten über weite Strecken schwere Kost. Eine klare Torchance gab es in der gesamten ersten Halbzeit nicht und die wenigen aussichtsreichen Möglichkeiten wurden durch Ungenauigkeiten zunichte gemacht.

In der zweiten Hälfte wurde das Spiel etwas lebhafter und die Israelis hatten früh eine gute Chance durch Dean David. Auf der anderen Seite versuchte es Kruse vergeblich aus der Distanz. Nach einer Stunde reagierte Fischer mit einem Dreifachwechsel. Das zahlte sich umgehend aus. Joker Sheraldo Becker erobert links im Strafraum robust den Ball, flankte scharf Richtung Elfmeterpunkt und Ryerson köpfte mustergültig ein. Wenig später humpelte der Norweger vom Platz, nachdem ihm Omer Atzily mit offener Sohle böse gegen den Unterschenkel getreten hatte und mit Gelb sehr gut bedient war. In der Schlussphase erhöhte Maccabi den Druck und hätte den Ausgleich verdient gehabt, doch am Ende jubelten nur die 600 mitgereisten Union-Fans. (Tsp)

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