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Im Pandemie-Jahr 2020 gab es weniger Staus als in den Jahren zuvor. Foto: Martin Gerten/dpa
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Zahl der zugelassenen Pkw steigt Für Berufspendler bleibt das Auto klare Nummer eins

Klimawandel hin, Verkehrswende her: In Deutschland fahren weiterhin Millionen Menschen mit dem Pkw zur Arbeit. Auch der Trend zu Zweit- und Drittwagen steigt.

In der Politik wollen fast alle Parteien den Fern- und Nahverkehr ausbauen oder fördern. Einige fordern sogar autofreie Innenstädte für eine nachhaltige Verkehrspolitik. Doch die Deutschen setzen sich weiterhin gerne ins Auto - trotz aller Apelle von Klimaschützern und Bemühungen der Politik, das Fahrzeug auch mal stehen zu lassen.

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Eine neue Studie des Statistischen Bundesamts zeigt, dass das Auto für Berufspendler immer noch das beliebteste Fortbewegungsmittel ist. Im Jahr 2020 zogen die Befragten das Auto auf dem Weg zur Arbeit anderen Verkehrsmitteln deutlich vor. Gut zwei Drittel (68 Prozent) der Berufspendler gaben an, mit dem Pkw zur Arbeit zu fahren. Nur 13 Prozent nutzten öffentliche Verkehrsmittel, jeder Zehnte fuhr regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit und sieben Prozent der Befragten gingen zu Fuß.

Dabei haben die meisten Erwerbstätigen der Studie zufolge gar keinen langen Arbeitsweg. Rund die Hälfte aller Berufspendler legt nur unter 10 Kilometer auf dem Weg zum Arbeitsplatz zurück. Für nur 14 Prozent ist der Weg zur Arbeit dagegen 25 bis unter 50 Kilometer lang.

Trend zu Zweit- und Drittwagen wird stärker

Außerdem verstärkt sich der Trend zu Zweit- und Drittwagen in Deutschland. Der Anteil der Haushalte, die mindestens ein Auto besitzen, war im Jahr 2020 mit 77,4 Prozent zwar ähnlich hoch wie 2010 (77,6 Prozent). Trotzdem kamen im vergangenen Jahr auf 100 Haushalte insgesamt 108 Pkws, zehn Jahre früher waren es noch 102 Autos.

Eine Verkehrswende mit weniger Autos spiegelt sich auch in den Zahlen der zugelassenen Fahrzeuge nicht wider. Denn die ist in den vergangenen zehn Jahren um 14 Prozent gestiegen. Zum Januar 2021 waren 48,2 Millionen Pkw in Deutschland zugelassen. Zur gleichen Zeit hatten etwa 57,5 Millionen Menschen in Deutschland überhaupt einen Führerschein.

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes basieren auf einer alle vier Jahre durchgeführten Pendlererhebung. Die Werte für das Jahr 2020 beziehen sich nach Angaben der Behörde auf die gut 38,9 Millionen der insgesamt 41,6 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland, die bei der Befragung Angaben zur Entfernung vom Wohnort zum Job sowie zu Zeitaufwand und Verkehrsmittel für den Arbeitsweg gemacht haben.

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