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Liberalen-Chef Christian Lindner möchte Gespräche mit den Grünen führen. Foto: REUTERS/Annegret Hilse
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Trotz großer inhaltlicher Unterschiede Lindner will zuerst mit Grünen reden - die machen ebenfalls ein Angebot

Die FDP und die Grünen wollen schon bald über künftige Koalitionsmöglichkeiten sprechen. Man wolle schauen, wo es gemeinsamen Grund geben könne.

FDP-Chef Christian Lindner zeigt sich nicht abgeneigt gegenüber einer Ampel- oder einer Jamaika-Koalition. Er betont: „Wir regieren in ganz unterschiedlichen Formaten in Deutschland“.

Es könne jetzt „ratsam sein, dass die Parteien, die gegen den Status Quo Wahlkampf gemacht haben, dass also Grüne und FDP zuerst miteinander reden.“

Denn 75 Prozent der Menschen in Deutschland hätten nicht die Partei des künftigen Bundeskanzlers gewählt, sagt Lindner in der sogenannten Elefantenrunde der Spitzenkandidaten.

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„Wir sollten schnell zu einer Regierungsbildung kommen“, erklärt Lindner. Bei Sondierungen solle nicht im Detail gearbeitet werden, sondern alle wichtigen Punkte sollten direkt auf den Tisch um zu schauen, wo man zusammenkomme und was welcher Seite wichtig sei. Den Grünen biete er an, dass FDP und Grüne als Parteien mit den größten inhaltlichen Unterschieden zuerst miteinander sprächen und schauten, wo es gemeinsamen Grund geben könne.

Tatsächlich hatte Grünen-Co-Chef Robert Habeck zuvor in einer Rede der FDP das Erstgesprächs-Angebot gemacht. Es gebe zwar eine „SPD-Nähe“ bei den Grünen, aber auch ein Bündnis mit der FDP müsste zu einer eigenen politischen Stärke finden. Dies sei auch unter Führung der Union möglich, betonte Habeck.

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Auch die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock bezeichnete es als „mehr als sinnvoll“, wenn unterschiedliche Parteien jetzt in unterschiedlichen Konstellationen miteinander redeten.

Die Logik, „da ist einer, der alle anderen anruft“ tue dem nötigen Aufbruch in diesem Lande nicht gut. „Es geht nicht um den kleinsten gemeinsamen Nenner.“ Es geht darum, die Weichen für die Zukunft zu stellen. „Die Frage ist eine Generationengerechtigkeitsfrage.“ (Reuters, dpa)

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