Schon in der Vergangenheit war es zu Explosionen mit Autobomben gekommen. (Archivbild) Foto: Uncredited/Albab City/AP/dpa
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Schwere Gefechte in Nordsyrien Neun Menschen sterben bei Autobomben-Explosion

In der Stadt Tal Abjad in Nordsyrien, an der Grenze zur Türkei, sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Darunter auch zwei Kinder.

In einer nordsyrischen Grenzstadt sind bei der Explosion einer Autobombe nach Angaben von Aktivisten neun Menschen getötet worden. Unter den Toten in der Stadt Tal Abjad an der türkischen Grenze seien vier Zivilisten, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien am Samstag mit. Auch zwei Kinder seien bei der Explosion gestorben. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag.

Der Vorfall ereignete sich in dem 120 Kilometer breiten Grenzstreifen in Nordsyrien, den türkische Truppen und pro-türkische Milizen nach einer Offensive im Oktober besetzt hatten. Dort kam es zu Beginn dieses Monats bereits mehrfach zu Anschlägen mit Autobomben.

Am 10. November wurden acht Menschen in der südöstlich von Tal Abjad gelegenen Ort Suluk getötet. Die türkische Regierung machte dafür kurdische Milizen verantwortlich. Eine Woche zuvor hatte eine Autobombe 13 Menschen in Tal Abjad getötet.

Derweil lieferten sich kurdische und pro-türkische Kämpfer heftige Gefechte um den strategisch wichtigen Ort Ain Issa südlich von Tal Abjad. Kurdische Kämpfer der Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) berichteten im Kurzbotschaftendienst Twitter von einem Angriff mit Panzern und Artillerie.

Nach Angaben der Beobachtungsstelle, deren Angaben von unabhängiger Seite nicht überprüft werden können, versuchten die SDF den „Vormarsch türkischer Kräfte und deren syrischer Hilfstruppen“ auf Ain Issa zu stoppen.

Nach Angaben des Leiters der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, standen die protürkischen syrischen Kämpfer einen Kilometer vor Ain Issa. Sie wurden demnach bei der Offensive von türkischer Artillerie und mit Sprengstoff beladenen Drohnen unterstützt.

Während der vergangenen Wochen hatten sich protürkische Kämpfer und Kurdenmilizen wiederholt Gefechte geliefert. Protürkische Einheiten eroberten dabei trotz der Einigung auf eine Waffenruhe mehrere dutzend Dörfer. (AFP)

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