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In Russland mehren sich die Übergriffe auf Unterstützter des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny. Foto: Imago
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Rettungskräfte gehen von Schädelbruch aus Nawalny-Unterstützer in Russland durch Prügelattacke schwer verletzt

Unbekannte haben einen Aktivisten der Oppositionsgruppe von Kreml-Kritiker Alexej Nawalny verprügelt. Er hat dabei wohl einen Schädelbruch erlitten.

Ein Aktivist der Oppositionsgruppe von Kreml-Kritiker Alexej Nawalny ist im Osten Russlands von Unbekannten verprügelt und offenbar schwer verletzt worden.

Der Angriff auf Alexej Baraboschkin ereignete sich am Mittwochabend wenige Tage vor den Regionalwahlen in Russland in der Stadt Tscheljabinsk, wie die Oppositionsgruppierung mitteilte. Telefon oder Geld seien nicht gestohlen worden. Die Rettungskräfte gingen von einem Schädelbruch des Opfers aus.

Baraboschkin hatte den Angaben zufolge seit einigen Tagen Drohungen erhalten. In der Region Tscheljabinsk zwischen dem Ural und Sibirien wird wie in vielen anderen russischen Regionen am Wochenende gewählt. Es geht vor allem um die Wahl der Regionalparlamente.

Kreml-Kritiker Nawalny war bei einem Einsatz im Wahlkampf in Sibirien vergiftet worden. Er brach auf einem Inlandsflug zusammen, kam zunächst in Russland ins Krankenhaus und wurde dann zur Behandlung in die Berliner Charité verlegt. Inzwischen ist er wieder ansprechbar und soll sogar wieder sprechen sowie sich erinnern können.

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Die Bundesregierung hat nach eigenen Angaben Beweise für einen Giftanschlag auf den prominenten Oppositionellen, Moskau weist jede Schuld von sich und wirft Berlin eine „Desinformationskampagne“ vor, um einen Vorwand für Sanktionen gegen Russland zu schaffen.

Die russischen Regionalwahlen beginnen am Freitag und erstrecken sich über drei Tage. Die politische Stimmung im Land ist angespannt, Russlands Präsident Wladimir Putin steht wegen der Wirtschafts- und Corona-Krise sowie wegen Korruptionsskandalen in den Reihen seiner Partei unter Druck. Dennoch dürfte seine Partei Geeintes Russland in fast allen Regionen als Sieger aus der Wahl hervorgehen. (AFP)

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