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Der scheidende Gesundheitsminister Jens Spahn sieht derzeit keine Notwendigkeit für weitere Kontrollen. Foto: Annegret Hilse/REUTERS
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Omikron und die EU Spahn: Weitere Reisebeschränkungen nicht nötig

Die Omikron-Variante breitet sich aus. Der scheidende Minister Spahn sieht derzeit aber keinen Grund für weitere Reisebeschränkungen innerhalb der EU.

Die EU hat während der Corona-Pandemie bereits mehrmals leidvolle Erfahrungen mit Grenzschließungen gemacht. In der ersten Phase gingen im März 2020 die Schlagbäume runter, und auch im letzten Frühjahr führten Länder wie Deutschland wieder Reisebeschränkungen gegenüber Ländern wie Österreich ein. Kommt es jetzt angesichts der Ausbreitung der Omikron-Variante auch wieder zu Einschränkungen beim grenzüberschreitende Reiseverkehr?

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Der scheidende EU-Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zeigte sich am Dienstagmorgen in Brüssel vor seinem letzten Auftritt im Kreis seiner europäischen Amtskollegen zuversichtlich, dass es innerhalb der EU nicht erneut zu verschärften Grenzkontrollen kommt. Bislang haben Länder wie Deutschland angesichts der Ausbreitung von Omikron Einreisebeschränkungen für Menschen im südlichen Afrika erlassen. Mit Blick auf mögliche zusätzliche innereuropäische Einreisebeschränkungen fügte er aber hinzu: "Das sehe ich heute nicht. Das halte ich auch nicht für notwendig."

„Das hat nichts zu tun mit Impf-Mobbing“

Vielmehr komme es darauf an, einen stärkeren Unterschied zwischen Geimpften und Nicht-Geimpften in vielen Lebensbereichen zu machen, betonte Spahn. "Das hat nichts zu tun mit Impf-Mobbing", erklärte Spahn weiter. Die zu große Zahl der Ungeimpften könne überall in der EU zu einer Überlastung des Gesundheitswesens führen.

Bei den derzeit geltenden Einreisebestimmungen für EU-Länder macht es auch innerhalb des Schengen-Raums tatsächlich schon einen Unterschied, ob man geimpft ist oder nicht. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss in der Regel einen negativen PCR-Test vorweisen. Bei der Einreise nach Österreich aus einem anderen EU-Land darf der PCR-Test beispielsweise nicht älter als 72 Stunden sein.

Auflagen für Rückkehrer aus Hochrisikoländern

Im Fall Deutschlands betrifft die Unterscheidung zwischen Geimpften und Nicht-Geimpften innerhalb der EU Rückkehrer aus den Hochrisikoländern Polen, den Niederlanden, Belgien, Österreich und Tschechien. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss sich in diesen Fällen für zehn Tage in Quarantäne begeben. Ein Freitesten mit einem negativen Test ist nach frühestens fünf Tagen möglich.

Spahn verwies auf die Einschätzung der EU-Seuchenbekämpfungsbehörde ECDC, der zufolge Omikron demnächst zur dominierenden Corona-Variante in Europa werde. Damit sei Anfang des kommenden Jahres zu rechnen.

 

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