10. September: Mitglieder des Such- und Rettungsteams von SOS Mediterranée bereiten den Umstieg von Menschen, die vom Segelboot "Josefa" gerettet wurden, auf das Rettungsschiff "Ocean Viking" vor. Foto: Renata Brito/AP/dpa
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„Ocean Viking“ 82 Geflüchtete dürfen in Italien an Land

Nach knapp einer Woche darf die „Ocean Viking“ in Italien anlegen. Dafür sorgte ein „Ad hoc-Abkommen“ mit deutscher Beteiligung.

Die 82 Migranten auf dem Rettungsschiff „Ocean Viking“ im Mittelmeer dürfen in Italien an Land. „Die Ocean Viking hat gerade von der koordinierenden Seenotleitstelle in Rom die Anweisung erhalten, nach Lampedusa, Italien, zu fahren. Dies wurde als sicherer Ort für die 82 Überlebenden der letzten beiden Rettungseinsätze bestimmt“, schrieb die Hilfsorganisation SOS Méditerranée am Samstagmorgen auf Twitter.

Das von SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen betriebene Schiff hatte am vergangenen Sonntag zunächst 50 Menschen gerettet. Danach übernahm es weitere 34 Bootsflüchtlinge, die die Organisation Resqship zuvor aus Seenot gerettet hatte. Nur zwei Menschen, eine hochschwangere Frau und ihr Mann, durften bisher von Bord und wurden nach Malta gebracht.

UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi begrüßte die jüngste Entwicklung. „Hoffentlich ist dies ein weiterer Schritt hin zu einem dringend benötigten, berechenbaren Ausschiffungsabkommen, das von einer Anzahl europäischer Länder unterstützt wird“, schrieb Grandi auf Twitter. Der französische Innenminister Christophe Castaner schrieb, für die „Ocean Viking“ sei ein „europäisches Ad-hoc-Abkommen“ zwischen Italien, Frankreich, Deutschland, Portugal und Luxemburg getroffen worden.

Die im August zerbrochene frühere italienische Regierung aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und rechter Lega hatte sich durch eine sehr harte Haltung gegen Migranten ausgezeichnet. Lega-Chef Matteo Salvini wurde als Innenminister von der Spitzenbeamten Luciana Lamorgese abgelöst. (dpa)

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