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Das Kernkraftwerk „Isar 2“ im Landkreis Landshut ist das letzte in Bayern, das noch nicht endgültig vom Netz gegangen ist. Foto: dpa/Armin Weigel
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„Nicht zu empfehlen“ Ministerien sprechen sich gegen längere Laufzeiten der Atomkraftwerke aus

In Deutschland sind noch drei Atomkraftwerke in Betrieb. Eine Verlängerung der Laufzeiten sei mit hohen Kosten und Risiken verbunden, teilen Wirtschafts- und Umweltministerium mit.

Das Bundeswirtschaftsministerium und das Umweltministerium haben sich nach einer Prüfung gegen eine Laufzeitverlängerung der drei noch bestehenden deutschen Atomkraftwerke ausgesprochen.

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"Beide Ministerien kommen zu dem Ergebnis, dass eine Verlängerung der Laufzeiten nur einen sehr begrenzten Beitrag zur Lösung des Problems leisten könnte, und dies zu sehr hohen wirtschaftlichen Kosten, verfassungsrechtlichen und sicherheitstechnischen Risiken", hieß es in einer Mitteilung beider Ministerien am Dienstag. "Im Ergebnis einer Abwägung von Nutzen und Risiken ist eine Laufzeitverlängerung der drei noch bestehenden Atomkraftwerke auch angesichts der aktuellen Gaskrise nicht zu empfehlen."

Es müsse jetzt vielmehr darum gehen, die Energieversorgung auf robustere Säulen zu stellen und die Importabhängigkeit von Russland konsequent zu reduzieren sowie den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben. Im Zuge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine werden Stimmen lauter, die einen Importstopp für Rohstoffe aus Russland fordern. (Reuters)

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