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Kreml-Kritiker Alexej Nawalny ist in einem russischen Straflager inhaftiert. Foto: Vasily MAXIMOV / AFP
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Neue Anklage gegen Nawalny Kreml-Kritiker droht Verlängerung seiner Gefängnisstrafe

Derzeit verbüßt der Aktivist eine zweieinhalbjährige Gefängnisstrafe für die Verletzung von Bewährungsauflagen. Jetzt drohen weitere drei Jahre.

Gegen den inhaftierten Kreml-Kritiker Alexej Nawalny ist in Russland eine neue Anklage erhoben worden, die seine Gefängnisstrafe deutlich verlängern könnte.

Nawalny werde die Gründung einer Organisation vorgeworfen, "die Rechte der Bürger verletzt", erklärte das für schwere Straftaten zuständige Ermittlungskomitee am Mittwoch in Moskau.

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Im Falle einer Verurteilung wegen der neuen Vorwürfe drohen Nawalny zusätzliche drei Jahre Gefängnis.

Derzeit verbüßt der Aktivist eine zweieinhalbjährige Gefängnisstrafe für die Verletzung von Bewährungsauflagen. Nawalny selbst bezeichnet die Strafe als willkürlich.

Am 20. August jährt sich der Mordanschlag auf den Oppositionsführer. Nawalny wurde letzten Sommer mit dem chemischen Kampfstoff Nowitschok in der sibirischen Stadt Tomsk vergiftet. Russland bestreitet bis heute, dass es einen Anschlag gegeben habe. Wegen der versuchten Tötung Nawalnys mit einem international verbotenen Nervengift haben die EU und die USA Sanktionen gegen Russland erlassen.

Viele deutsche Politiker wie FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner verlangen schon länger die Freilassung Nawalnys. (dpa/AFP)

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