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Die Fahne von Aserbaidschan weht am 22.10.2020 über zerstörten Häusern in einem Wohngebiet nahe der Grenze zu Armenien, welches über Nacht von armenischen Truppen mit Raketen beschossen wurde. Foto: Aziz Karimov/AP/dpa
© Aziz Karimov/AP/dpa

Nach Vermittlung durch die USA Armenien und Aserbaidschan einigen sich erneut auf „humanitäre Waffenruhe“

Ab Montag sollen in Berg-Karabach die Waffen ruhen, teilte das US-Außenministerium mit. Mehrere vorherige Einigungsversuche waren gescheitert.

Im Konflikt um die Südkaukasus-Region Berg-Karabach haben sich Armenien und Aserbaidschan erneut auf eine „humanitäre Waffenruhe“ geeinigt. Dies teilte das US-Außenministerium am Sonntag nach Gesprächen mit den Außenministern beider Länder am Vortag in Washington mit.

Die Waffenruhe soll demnach ab Montag, 08.00 Uhr Ortszeit (05.00 Uhr MEZ) gelten. Zuvor waren bereits mehrere Waffenruhen gescheitert. Der seit Jahrzehnten andauernde Konflikt war Ende September nach einer Phase relativer Ruhe wieder voll entbrannt Seit Beginn der Gefechte wurden bereits hunderte Menschen getötet, darunter auch dutzende Zivilisten.

Berg-Karabach hatte während des Zerfalls der Sowjetunion einseitig seine Unabhängigkeit erklärt. Darauf folgte in den 90er Jahren ein Krieg mit 30.000 Toten. Die selbsternannte Republik Berg-Karabach wird bis heute international nicht anerkannt und gilt völkerrechtlich als Teil Aserbaidschans. Sie wird aber mehrheitlich von Armeniern bewohnt.

Beobachter fürchten, dass sich der Konflikt zu einem Stellvertreterkrieg zwischen Russland und der Türkei im Kaukasus ausweiten könnte. Die Türkei unterstützt in dem Konflikt das Nachbarland Aserbaidschan. Russland unterhält gute Beziehungen zu beiden Seiten, gilt aber als die militärische Schutzmacht Armeniens. (AFP)

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