Ein von Russland unterstützter Separatistensoldat (r) begleitet eine Gruppe von Ukrainische Kriegsgefangene in der Nähe des Kontrollpunktes Horliwka, Ostukraine, bei einem Gefangenenaustausch zwischen der Regierung in Kiew und den prorussischen Separatisten. Foto: Alexei Alexandrov/AP/dpa
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Nach Ukraine-Gipfel Kiew und Separatisten tauschen Gefangene aus

Zeichen für eine allmähliche Lösung des Ukraine-Konflikts? Kiew und Moskau haben dutzende Gefangene ausgetauscht.

Nach dem Ukraine-Gipfel in Paris haben die Regierung in Kiew und die prorussischen Separatisten wie vereinbart einen Gefangenenaustausch begonnen. Im russischen und ukrainischen Fernsehen war am Sonntag zu sehen, wie Fahrzeuge zu einer Kontrollstelle nahe der Rebellenhochburg Horliwka fuhren.

Nach früheren Angaben wollten die Separatisten 55 Gefangene freilassen, Kiew im Gegenzug 87. Beide Seiten erklärten aber, dass die Zahlen nicht endgültig seien.

Beim Ukraine-Gipfel vor gut drei Wochen in Paris war der Austausch nach der Formel „alle gegen alle“ bis Ende Dezember vereinbart worden. Die Einigung zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und seinem russischen Kollegen Wladimir Putin kam unter Vermittlung von Deutschland und Frankreich zustande.

Erst Anfang September hatten Kiew und Moskau 70 Gefangene - 35 auf jeder Seite - ausgetauscht. Das war als Zeichen möglicher Fortschritte bei einer Lösung des Ukraine-Konflikts gewertet worden. Unter den Freigelassenen waren die 24 ukrainischen Matrosen gewesen, die mehrere Monate in russischer Haft gesessen hatten. In Freiheit kam außerdem der ukrainische Regisseur Oleg Senzow.

In den ostukrainischen Regionen Donezk und Luhansk stehen sich ukrainische Regierungstruppen und prorussische Separatisten gegenüber. In dem Konflikt sind nach UN-Schätzung seit 2014 rund 13 000 Menschen ums Leben gekommen.

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