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Jan Hecker (Archivbild von 2018) Foto: dpa/Michael Kappeler
© dpa/Michael Kappeler

Update Merkel-Vertrauter Jan Hecker Deutschlands Botschafter in China kurz nach Amtsantritt gestorben

Erst im August hatte er den Posten als Botschafter in China übernommen. Nun starb der Diplomat Jan Hecker plötzlich im Alter von 54 Jahren.

Der deutsche Botschafter in China, Jan Hecker, ist tot. Das teilte das Auswärtige Amt in Berlin am Montagmorgen mit. Der 54-Jährige hatte den Posten erst im August übernommen. Die Umstände seines Todes waren zunächst unklar. Hecker war vor dem Antritt des wichtigen Postens in Peking als außenpolitischer Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) tätig gewesen.

„Mit tiefer Trauer und Bestürzung haben wir von dem plötzlichen Tod des deutschen Botschafters in China, Prof. Dr. Jan Hecker, erfahren“, hieß es in der Mitteilung des Auswärtigen Amts. „Unsere Gedanken sind in diesem Moment bei seiner Familie und den Menschen, die ihm nahestanden.“ Der gebürtige Kieler war verheiratet und hinterlässt drei Kinder.

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Die Bundeskanzlerin Merkel äußerte sich bestürzt über den überraschenden Tod des Botschafters. „Der Tod Jan Heckers erschüttert mich zutiefst“, sagte sie am Montagmorgen in einer in Berlin verbreiteten Erklärung. „Ich trauere um einen hochgeschätzten langjährigen Berater von tiefer Menschlichkeit und herausragender Fachkenntnis. Ich denke voller Dankbarkeit an unsere Zusammenarbeit und bin froh, mit ihm über Jahre so eng verbunden gewesen zu sein.“

Merkel fügte hinzu: „Mein tiefstes Mitgefühl gilt seiner Frau, seinen Kindern und den anderen Angehörigen in ihrem unermesslichen Schmerz.“

Wirtschaftsminister Peter Altmaier, der als frühere Kanzleramtschef ebenfalls eng mit Hecker zusammengearbeitet hatte, nannte Heckers Tod auf Twitter eine Tragödie und einen großen Verlust für alle, die ihn kannten. „Sein Pflichtbewusstsein, seine menschliche und berufliche Kompetenz und tiefe Bildung waren herausragend.“

Auch Pekings Außenministerium hat der Familie sein Beileid ausgesprochen. „Wir sind geschockt, von dem plötzlichen Tod von Botschafter Jan Hecker zu erfahren“, sagte Sprecher Wang Wenbin am Montag vor der Presse. Er habe seit seinem Amtsantritt Ende August aktiv daran gearbeitet, die Beziehungen zwischen beiden Ländern voranzubringen.

Hecker hatte im August nach der Ankunft in Peking mit seiner Familie zunächst die in China übliche Quarantäne wegen der Corona-Pandemie durchlaufen. Zuvor war er im Bundeskanzleramt seit 2017 Leiter der Abteilung Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik gewesen und damit ein enger Vertrauter der Kanzlerin.

Von 2011 bis 2015 war der Rechts- und Politikwissenschaftler als Richter am Bundesverwaltungsgericht tätig, nachdem er von 1999 bis 2011 im Bundesinnenministerium gearbeitet hatte. In Peking übernimmt sein Vertreter, der Gesandte Frank Rückert, vorläufig seine Aufgaben. (dpa)

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