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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Foto: AFP/Tobias Schwarz
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Merkel sieht keine Entspannung in Corona-Krise „Werden eine ganz andere Osterzeit erleben als je zuvor“

Die Kanzlerin mahnt die Bürger, sich auch an Ostern an die Kontaktbeschränkungen zu halten. Einen Stichtag für das Ende der Maßnahmen könne sie nicht nennen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat alle Bürger erneut aufgefordert, sich auch an Ostern wegen der Corona-Krise an die vorgegebenen Kontaktbeschränkungen zu halten. Die Kanzlerin sagte in ihrem am Freitag veröffentlichten Video-Podcast, sie könne noch keinen Stichtag für ein Ende der Maßnahmen nennen. Dies wäre in der jetzigen Situation auch unverantwortlich.

„Wir alle werden eine ganz andere Osterzeit erleben als je zuvor“, sagte die Regierungschefin. Ostern sei für Millionen von Christen der Kirchgang, der „Ostersonntag mit der ganzen Familie, vielleicht ein Spaziergang, Osterfeuer, das ist für viele ein kurzer Urlaub an der See oder im Süden, wo es schon wärmer ist. Normalerweise. Aber nicht in diesem Jahr“, sagte die Kanzlerin.

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Merkel sagte weiter: „Ich denke in diesem Zusammenhang auch an die Juden und Muslime in Deutschland und alle anderen Gläubigen, die jetzt nicht in ihren Gotteshäusern zusammenkommen können. Das ist eine dieser Einschränkungen, die wirklich an den Kern einer Gesellschaft gehen und die wir nur im Notfall und nur so lange wie unbedingt erforderlich hinnehmen können.“

„Dennoch würde ich absolut unverantwortlich handeln, wenn ich Ihnen heute einfach einen konkreten Tag nennen würde, an dem die Maßnahmen aufgehoben, zumindest aber gelockert werden könnten, dieses Versprechen dann aber nicht einhalten könnte, weil die Infektionszahlen es nicht zulassen.“ Wenn sie die damit verbundenen Hoffnungen enttäuschen würde, „kämen wir vom Regen in die Traufe - medizinisch, wirtschaftlich, sozial“, sagte die Kanzlerin.

Die Bundeskanzlerin nahm an diesem Freitag nach zweiwöchiger Corona-Quarantäne ihre Dienstgeschäfte im Kanzleramt wieder auf. (dpa)

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