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Die SPD und Manuela Schwesig liegen in Umfragen zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern klar vorn. Foto: picture alliance/dpa
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Letzte Umfragen vor der Landtagswahl Schwesig vor klarem Sieg in Mecklenburg-Vorpommern

Manuela Schwesig und ihre SPD können sich Umfragen zufolge auf weitere Regierungsjahre im Nordosten einstellen. Der Koalitionspartner CDU indes schwächelt.

Wenige Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am kommenden Sonntag zeichnet sich ein deutlicher Sieg für die amtierende Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und ihre SPD ab.

Wie aus einer Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Civey für den Tagesspiegel hervorgeht, liegen die Sozialdemokraten im Nordosten klar als stärkste Kraft vorn. Demnach kommt die derzeitige Regierungspartei auf rund 39 Prozent der Stimmen.

Hinter der SPD folgen in der Umfrage die AfD mit 18 Prozent sowie die CDU mit 13 Prozent. Aufgrund der Fehlertoleranz ist laut Civey daraus aber nicht klar ableitbar, dass die AfD aktuell zweitstärkste Kraft ist.

Die Linke kommt in der Erhebung auf elf Prozent. Dahinter folgen demnach die FDP mit acht Prozent und die Grünen mit rund fünf Prozent. Beide Parteien waren bisher nicht im Schweriner Landtag vertreten.

Die Meinungsforscher von Civey hatten für die Umfrage bis zu diesem Donnerstag rund 1001 Wählerinnen und Wähler in Mecklenburg-Vorpommern zu ihrem Wahlverhalten befragt.

Die Umfragewerte spiegeln lediglich das Stimmungsbild für die Parteien zum jetzigen Zeitpunkt wider und stellen keine Prognose für den Wahlausgang dar. Bis zur Schließung der Wahllokale am Sonntag sind es noch fast vier Tage, in denen sich Wählende noch entscheiden können, betonte Civey.

Andere Institute bestätigen SPD-Trend

Auch die Umfrageergebnisse im ZDF-„Politbarometer Extra“ der Forschungsgruppe Wahlen deuten auf einen klaren Wahlsieg der SPD und Schwesigs hin. Auch hier kommen die Sozialdemokraten auf 39 Prozent.

Eine Woche zuvor war für die Nordost-SPD mit 38 Prozent ein ähnlich hoher Wert ermittelt worden. In Umfragen anderer Institute erreichte die Partei zuletzt 40 Prozent.

Für die aktuelle Umfrage hatte die Forschungsgruppe Wahlen zu Beginn dieser Woche rund 1000 Wähler im Nordosten befragt.

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Für den bisherigen Koalitionspartner CDU ermittelten die Mannheimer Demoskopen 14 Prozent. Die Union würde damit gegenüber der Landtagswahl 2016 noch einmal an Zustimmung verlieren und erneut hinter der AfD bleiben, die auf 16 Prozent kommt. Die Linke wäre mit elf Prozent viertstärkste Kraft.

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Die Grünen, die derzeit nicht im Schweriner Landtag vertreten sind, kommen in der neuen Umfrage auf sieben Prozent. Für die FDP wird die ebenfalls angestrebte Rückkehr ins Parlament zunehmend zur Zitterpartie: Die Liberalen liegen mit 5,5 Prozent nur noch hauchdünn über der maßgeblichen Fünf-Prozent-Hürde.

Ginge die Wahl am 26. September so aus, gäbe es für die Fortsetzung der rot-schwarzen Koalition eine deutliche, für ein Bündnis aus SPD und Linke eine knappere Mehrheit. Möglich wäre rein rechnerisch auch eine Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen. (Tsp, dpa)

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