Zum Corona-Überblick: Alle Zahlen zu SARS-CoV-2 in Deutschland
Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) steht bei ihrem Besuch beim Lufttransportgeschwader 62 im niedersächsischen Wunstorf vor dem Propeller eines A400M. Foto: dpa/Ole Spata
© dpa/Ole Spata

Kritik an Helikopterflug Kanzler Scholz verteidigt Ministerin Lambrecht

Christine Lambrecht steht weiterhin in der Kritik wegen der Mitnahme ihres Sohnes im Regierungshubschrauber. Bundeskanzler Scholz stellt sich vor seine Ministerin.

Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich vor die wegen eines Mitflugs ihres Sohnes in einem Regierungshubschrauber in die Kritik geratene Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (beide SPD) gestellt.

[Wenn Sie aktuelle Nachrichten aus Berlin, Deutschland und der Welt live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.]

Auf die Frage, ob sie eine Belastung für seine Regierung sei, sagte Scholz in einem am Samstag veröffentlichten Interview dem Nachrichtenportal „t-online“: „Ich bin sehr sicher: Wenn man in drei Jahren auf die Wahlperiode zurückblickt, wird es heißen: „Sie ist die Verteidigungsministerin, die dafür gesorgt hat, dass die Bundeswehr endlich ordentlich ausgestattet ist.““ Auf die Feststellung, dass dies eine kühne Prognose sei, entgegnete der Kanzler: „Nein“.

Lambrecht hatte in einem Regierungshubschrauber zu einem Truppenbesuch in Norddeutschland Mitte April ihren 21-jährigen Sohn mitgenommen, ohne dass dieser an dem Militärbesuch selbst teilnahm. Am nächsten Tag und nach einer Hotelübernachtung ging es mit Auto und Personenschützern auf die nahe Insel Sylt.

Lambrecht hatte am Mittwoch Verständnis für öffentliche Kritik an dem Mitflug geäußert. Zugleich kündigte sie Konsequenzen an, damit solche Vorwürfe künftig nicht mehr möglich seien. Details nannte sie nicht. Das Verteidigungsministerium hatte darauf verwiesen, dass Lambrecht den Flug regelkonform beantragt und die Kosten voll übernommen habe.

Die Bundesregierung will die Bundeswehr mit einem Sonderprogramm von 100 Milliarden Euro stärken und damit Ausrüstungslücken schließen. Dieses Sondervermögen soll im Grundgesetz verankert werden, wozu eine Zwei-Drittel-Mehrheit in Bundestag und Bundesrat erforderlich ist. Zunehmend umstritten ist jedoch, wofür das Geld ausgegeben werden soll. (dpa)

Zur Startseite