Der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier diese Woche in Washington. Er war Teil der diplomatischen EU-Offensive in Washington - nach Altmaier reisten auch Handelskommissarin Cecilia Malmström und Justizkommissarin Vera Jurova in die US-Hauptstadt. Foto: REUTERS/ Leah Millis
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Keine Strafzölle für die EU Der Wert eines gemeinsamen Gegners

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Die EU bleibt vorerst von Donald Trumps Strafzöllen ausgenommen. Der Grund: Ein gemeinsamer Gegner. Ein Kommentar.

Die Europäer dürfen aufatmen. Sie bleiben vorerst verschont von den Schutzzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte in die USA, die Präsident Donald Trump verkündet hatte. Vermutlich ist das nicht die letzte Wendung im Nervenkrieg – schon deshalb, weil Trump eine Gegenleistung der Europäer im Sinne haben dürfte. Dennoch stellt die Ankündigung aus Washington einen wichtigen Etappensieg für die EU dar. Für die EU als Ganzes wohlgemerkt. Nicht auszudenken wären die Folgen für den Zusammenhalt der Europäer gewesen, wenn sich Trump entschlossen hätte, gezielt Strafzölle gegen einzelne EU-Länder zu verhängen.

Im Handelsstreit zwischen den USA und der EU gibt es eine Verschnaufpause

So aber gibt es erst einmal eine Verschnaufpause im Handelsstreit, und dabei dürfte die Überzeugungsarbeit der EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström und des Wirtschaftsministers Peter Altmaier mindestens genauso wichtig gewesen sein wie die Androhung europäischer Schutzzölle auf Bourbon-Whiskey und Harley-Davidson-Motorräder. Womöglich haben die Gespräche der europäischen Emissäre in Washington zu der Erkenntnis geführt, dass die USA mit den Europäern einen Verbündeten haben, wenn es um das eigentliche Problem geht – Chinas Überkapazitäten beim Stahl.

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