Albrecht Glaser, Kandidat der AfD zur Wahl des Bundespräsidenten, spricht beim Bundesparteitag der AfD in Stuttgart. Foto: Christoph Schmidt/dpa
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Kaum Aussicht auf Erfolg AfD lässt Glaser als Kandidat für Bundestagsvizeposten fallen

Offiziell will die AfD trotz schlechter Erfolgsaussichten an Albrecht Glaser als Kandidat für den Bundestagsvize-Posten festhalten. Laut "Bild"-Berichten jedoch nur bis zur Landtagswahl in Bayern.

Die AfD hält nach "Bild"-Informationen nicht länger an Albrecht Glaser als Kandidat für das Amt des Bundestagsvizepräsidenten fest. Die Fraktionsführung habe sich intern darauf verständigt, im Herbst einen neuen Kandidaten zu präsentieren, um den ihr zustehenden Platz im Präsidium zu besetzen, berichtete die Zeitung am Dienstag unter Berufung auf "hochrangige Fraktionskreise".

Der Ältestenrat des Bundestags hatte sich zuvor geweigert, eine Kandidatur von Glaser erneut auf die Tagesordnung zu setzen. Glaser wollte sich auf "Bild"-Anfrage nicht äußern. Fraktionssprecher Christian Lüth wurde von der Zeitung mit der Aussage zitiert: "Wir halten an Albrecht Glaser fest."

Dem "Bild"-Bericht zufolge soll diese öffentliche Kommentierung der Angelegenheit bis zur Landtagswahl in Bayern im Oktober gelten. Die AfD-Bundestagsfraktion wolle mit dieser Taktik dem Eindruck vorbeugen, sie lasse sich ihren Kandidaten von den anderen Fraktionen im Parlament faktisch vorschreiben, berichtete die Zeitung.

Als aussichtsreichste Kandidaten für die Glaser-Nachfolge sollen demnach die AfD-Abgeordneten Mariana Harder-Kühnel und Jochen Haug gehandelt werden. Glaser hatte die Geltung der Religionsfreiheit für Muslime in Frage gestellt, ihm wurde deshalb eine islamfeindliche Haltung vorgeworfen. (AFP)

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