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„Mindestens ein Urheber des im Buch verwendeten Materials wird weder im Fließtext noch im Quellenverzeichnis genannt“, sagte Laschet  Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
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Update Kanzlerkandidat hat Fehler eingeräumt Plagiat in Laschets Buch? Betroffener Wissenschaftler gelassen

Es gebe in seinem Buch offenkundig Fehler, die er verantworte, sagt Armin Laschet. Der Urheber der Textpassage hält diese hingegen für „Allgemeinwissen“.

Nach Wirbel um eine ähnliche Passage in einem Buch von Unionskanzlerkandidat Armin Laschet wie in einem anderen Text hat sich der betroffene Wissenschaftler Karsten Weitzenegger entspannt geäußert. „Es handelt sich inhaltlich eher um Allgemeinwissen. Ich strenge dafür keinen Urheberrechtsprozess an“, sagte Weitzenegger der Deutschen Presse-Agentur am Freitagabend auf Anfrage.

Der Plagiatsprüfer Martin Heidingsfelder habe ihn am Donnerstag überraschend angerufen und ihm mitgeteilt, dass seiner Software zufolge Passagen aus einem Buch Laschets aus „meinem Papier“ stammten. Bei dem „Papier“ handele es sich um einen Beitrag, den er im Juli 2008 bei einem soziologischen Migrationskongress in Bielefeld eingebracht habe, berichtete Weitzenegger.

Zuvor war auf Twitter eine Gegenüberstellung von Heidingsfelder veröffentlicht worden, die eine auffallende Ähnlichkeit zwischen einer Passage des Laschet-Buchs „Die Aufsteigerrepublik. Zuwanderung als Chance“ von 2009 und einer anderen Publikation zeigte. Weitzenegger hatte die Passage in der Nacht zu Freitag öffentlich gemacht, sich aber danach zunächst nicht weiter geäußert.

Laschet räumte am Freitag umgehend Fehler in seinem Buch ein und entschuldigte sich. „Mindestens ein Urheber des im Buch verwendeten Materials wird weder im Fließtext noch im Quellenverzeichnis genannt“, sagte Laschet auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Um zu klären, ob es weitere Fehler gibt, werde ich unverzüglich die Prüfung des Buchs veranlassen.“

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Es gebe in dem Buch offenkundig Fehler, die er verantworte, erklärte Laschet. „Dafür möchte ich ausdrücklich um Entschuldigung bitten, denn sorgfältiges Arbeiten beim Verfassen von Werken und die Achtung des Urheberrechts sind für mich auch eine Frage des Respekts vor anderen Autoren.“

Weitzenegger betonte nun zu seinem Papier: „Ich bin froh, wenn die Politik Gedanken daraus aufnimmt. Falls mich Herr Laschet gefragt hätte, würde ich das gerne erlauben.“

In seinem Buch fordert der heutige NRW-Ministerpräsident eine „dritte deutsche Einheit“: Nach der Eingliederung der Vertriebenen und der Wiedervereinigung stehe jetzt die Integration der Zuwanderer an.

Er habe das Werk in seiner damaligen Funktion als nordrhein-westfälischer Integrationsminister verfasst, sagte Laschet. „Es ist ein Debattenbeitrag und er diente dazu, die Arbeit des ersten Integrationsministeriums Deutschlands darzustellen und für eine neue Integrationspolitik bundesweit zu werben. Dementsprechend wurde für das Buch auch auf Ausarbeitungen des Ministeriums Rückgriff genommen.“ Dies gehe aus dem Literaturverzeichnis und der Danksagung hervor.

Der Reinerlös des Buchs sei an das Integrationsprojekt „Coach e.V.“ gespendet worden, das eng mit der Arbeit des Ministeriums verbunden gewesen sei, was seit 2009 bekannt sei. (dpa)

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