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Eine Mitarbeiterin des Gesundheitswesen bereitet eine Impfdosis vor. Foto: Pedro Fiuza/ZUMA Wire/dpa
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Impfung mit Astrazeneca Hälfte der Personen nimmt Impftermin nicht wahr

Im Saarland ist medizinisches Personal in großer Zahl nicht zur Impfung erschienen. Die Gesundheitsministerin findet das unsolidarisch.

Saarlands Gesundheitsministerin Monika Bachmann hat eine mangelnde Impfbereitschaft mit dem Vakzin des Herstellers Astrazeneca kritisiert. Am Wochenende seien bei einer „Sonderimpfung im medizinischen“ Bereich 54 Prozent von 200 zur Impfung angemeldeten Personen nicht erschienen, ohne den Termin abzusagen.

Dies habe offenbar damit zu tun, dass dieser Impfstoff nur einen Wirkungsgrad von 70 Prozent habe, sagte die CDU-Politikerin.

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„Ich will sagen, dass das kein Wunschkonzert ist. Dass alle Impfstoffe zugelassen und gut sind“, sagte die Ministerin. Es sei „nicht solidarisch“, wenn die Hälfte der zur Impfung Angemeldeten nicht erscheine.

Der Linken-Fraktionsvorsitzende Oskar Lafontaine hingegen sagte, er könne „zumindest nachvollziehen, dass einige Menschen Bedenken haben“. Bachmann hatte betont, die Empfehlung, Patienten über 65 Jahre nicht mit dem Impfstoff von Astrazeneca zu impfen, habe ausschließlich mit einer nicht ausreichend großen Datengrundlage zu tun.

Laut der Ministerin gibt es entsprechende Berichte aus allen Bundesländern. Deswegen habe sie das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Gesundheitsministerkonferenz setzen lassen. (dpa)

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