Die Aktivisten demonstrierten zuletzt auch vor dem US-Konsulat in Hongkong. Am Mittwoch legen sie eine Pause ein. Foto: Anushree Fadnavis/Reuters
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Im Gedenken an den 11. September Aktivisten in Hongkong legen Protestpause ein

Demonstranten in Hongkong sagen Demonstrationen für Mittwoch ab. Sie wollen den Opfern des 11. September gedenken – und sich gegen Terror solidarisieren.

Nach den jüngsten teils gewaltsamen Protesten in Hongkong haben Aktivisten im Gedenken an die Terroranschläge in den USA am 11. September 2001 für diesen Mittwoch Demonstrationen abgesagt. Zugleich widersprachen sie dem Bericht einer chinesischen Staatszeitung, wonach für diesen Tag „massiver Terror“ geplant gewesen sei. Die Hongkonger Ausgabe von „China Daily“ berichtete auf ihrer Facebook-Seite, dass fanatische Regierungskritiker in Hongkong Terroranschläge geplant hätten, darunter auch das Sprengen von Gasleitungen.

Regierungsgegner teilten mit, aus Solidarität gegen den Terrorismus werde in Hongkong jede Form des Protests am 11. September ausgesetzt. Für die kommenden Tage sind mehrere friedliche Proteste geplant. Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam sagte in einer Rede vor Managern, sie hoffe, dass durch gemeinsame Anstrengungen die Spaltung in der chinesischen Sonderverwaltungszone überwunden werden könne.

Die frühere britische Kronkolonie Hongkong ist seit 1997 chinesische Sonderverwaltungszone, deren Einwohner größere persönliche Freiheiten genießen als die in der Volksrepublik. Die Demonstranten fürchten jedoch eine Beschneidung ihrer Rechte und werfen Regierungschefin Lam eine zu große Nähe zur kommunistischen Regierung in Peking vor. (Reuters)

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