Zum Corona-Überblick: Alle Zahlen zu SARS-CoV-2 in Deutschland
Der neue US-Präsident Joe Biden unterzeichnete drei Dokumente im Kapitol nach seiner Vereidigung. Foto: Jim Lo Scalzo/dpa
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Fragen des Tages Machtwechsel in den USA, Corona-Variante in Berlin – das war wichtig

Außerdem in den Fragen des Tages: Trump wünscht neuer US-Regierung Glück, mehr Homeoffice in Betrieben und warum „Sex and the City“ schlecht gealtert ist.

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Was ist passiert?

• Joe Biden ist der 46. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.
"Die Demokratie hat sich durchgesetzt": Um 17:48 Uhr legte Joe Biden seinen Amtseid als 46. US-Präsident ab. In seiner Antrittsrede rief er zur Einheit auf und versprach den Kampf gegen Rassismus. Lesen Sie hier, von meinem Kollegen Christopher Stolz den Abend über fortlaufend aktualisiert, wie der Tag des Machtwechsels in den USA verlief.

• Trump wünscht neuer Regierung Glück - ohne Biden beim Namen zu nennen.
Der abgewählte US-Präsident will für die neue Regierung beten. Zum Abschied lobt er vor allem sich selbst – und kündigt an, dass seine Bewegung erst am Anfang stehe.

• Die Maßnahmen der Lockdown-Verlängerung im Überblick.
Angela Merkel wollte auf dem Corona-Gipfel härtere Lockdown-Maßnahmen. Dann wurde stundenlang diskutiert - und es wurde persönlich. Lesen Sie hier die Beschlüsse im Detail, zusammengestellt von Georg Ismar und Benjamin Reuter. Lesen Sie hier, was in Berlin gilt, zusammengestellt von Robert Kiesel.

• Jetzt in 15 Proben die britische Corona-Mutation B117 in Berlin entdeckt.
Patienten und Krankenhaus-Mitarbeiter haben sich mit der Virusvariante infiziert. Die Infektionen sind offenbar nicht auf eine Klinik beschränkt. Die Ansteckung erfolgte nicht auf Reisen – sondern in Berlin. Und könnte schon vor zwei Wochen erfolgt sein, schreibt mein Kollege Hannes Heine.

[Wenn Sie aktuelle Nachrichten aus Berlin, Deutschland und der Welt live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.]

• Mehr Homeoffice, strengere Schutzvorschriften im Betrieb.
Das sieht die Verordnung des Arbeitsministers vor: Arbeitgeber werden stärker in die Pflicht genommen, Beschäftigten Homeoffice anzubieten. Für Büros und Betriebe gilt: mehr Abstand oder Maskenpflicht. Ein Bericht Von Cordula Eubel.
Der Berliner Senat plant eine Homeoffice-Pflicht für alle Arbeiten, die an einem Bildschirm erledigt werden können. Ausnahmen gibt es nur in speziellen Fällen, wie mein Kollege Robert Kiesel schreibt.

Mehr Arbeitgebere sollen ihre Angestellten im Homeoffice arbeiten lassen. Foto: dpa/Sebastian Gollnow Vergrößern
Mehr Arbeitgebere sollen ihre Angestellten im Homeoffice arbeiten lassen. © dpa/Sebastian Gollnow

Was wurde diskutiert?

• Machtwechsel in den USA – Trump mag am Ende sein, aber Hass und Wut werden bleiben.
Joe Biden wird als 46. US-Präsident vereidigt. Unsere US-Korrespondentin Juliane Schäuble erklärt, warum das ein Hoffnungsmoment ist – und warum sie bleibt.

• Im Covid-Kampf muss auch mit kritischen Köpfen gesprochen werden.
Wir kommen nicht weiter, sondern taumeln von Einschränkung zu Einschränkung. Und die wichtigste Frage ist nach dem Corona-Gipfel noch offen.Ein Kommentar von Stephan-Andreas Casdorff.

• „Wir können mit Inzidenzen von 130 bis 160 umgehen.“
Der Epidemiologe Klaus Stöhr gehört zu jenen, denen Stephan-Andreas Casdorff im vorstehenden Kommentar mehr Gehör wünscht. Stöhr hat lange für die WHO gearbeitet. Den aktuellen Pandemie-Kurs der Regierung hält er für unrealistisch und fordert Kita-Öffnungen. Lesen Sie hier sein thesenstarkes Interview mit dem Kollegen Felix Hackenbruch.

Am Mittwoch endet seine US-Präsidentschaft: Doch Donald Trumps Wirken wird noch lange nachhallen. Foto: Brendan Smialowski/AFP Vergrößern
Am Mittwoch endet seine US-Präsidentschaft: Doch Donald Trumps Wirken wird noch lange nachhallen. © Brendan Smialowski/AFP

Was können Abonnenten lesen?

• Alligatoren, Burger, Atomraketen: Die denkwürdigsten Momente des Donald Trump.
Als Präsident war Trump immer beides zugleich: Herrscher und Hofnarr. Eine gefährliche Kombination. Denn jede absurde Aussage hatte eine abgründige Kehrseite. Lars Spannagel zeigt sie uns.

• Der unterschätzte Index - warum Anleger den M-Dax genauer betrachten sollten.
Vor 25 Jahren wurde der M-Dax gegründet. In dieser Zeit war er für Aktionäre profitabler als sein großer Bruder. Bleibt das so, fragt sich Veronika Csizi. 

[Behalten Sie den Überblick: Jeden Morgen ab 6 Uhr berichten Chefredakteur Lorenz Maroldt und sein Team im Tagesspiegel-Newsletter Checkpoint über die aktuellsten Entwicklungen rund um das Coronavirus. Jetzt kostenlos anmelden: checkpoint.tagesspiegel.de.]

• Warum ich keine Carrie mehr sein will : „Sex and the City“ ist schlecht gealtert.
Weiße, reiche Egomaninnen: Unsere Autorin Inga Barthels hat sich anlässlich des Reboots der Erfolgsserie die alten Folgen wieder angeschaut -und ist wenig entzückt. Eine persönliche Betrachtung.

• Die heimliche Hose.
Dieser Donnerstag ist der Internationale Tag der Jogginghose.Seit Corona wird sie überall getragen.Warum der Boom der Jogginghose nicht unseren Kontrollverlust bedeutet. Im Gegenteil, sie macht uns geschmeidig, schreibt Grit Thönnissen.

Was können wir unternehmen?

Lesen: Warum die Metropole Berlin in den 1920er Jahren so verlockend war. Die Schriftstellerin Irmgard Keun vergnügte sich einst in Berlin – genau wie ihre Romanfiguren. Michael Bienert setzt ihr mit seinem Buch ein Denkmal. Meine Kollegin Hella Kaiser auf Spurensuche nach dem Glanz von Berlin.

Hören: Der Boulez Saal hat seine digitale Franz Schubert-Woche mit Gesprächen und Konzerten gestartet. Die gesamte Schubert-Woche (noch bis 24. Januar) digital auf boulezsaal.de, alle Auftritte sind dort archiviert.

Gucken und Staunen: Die Karikatur eines Präsidenten. Wie Donald Trump Comiczeichner inspririert hat. Ein gezeichneter Rückblick.

Fertig machen für den Auftritt. Die Tiller-Girls in der Berliner Scala 1927. Foto: Verlag Vergrößern
Fertig machen für den Auftritt. Die Tiller-Girls in der Berliner Scala 1927. © Verlag

Was sollte ich für Donnerstag wissen?

Bundeskanzlerin Angela Merkel befürchtet, dass die Maßnahmen in Deutschland keinen Erfolg haben können, wenn die Nachbarländer "nicht synchron" arbeiten. Die Gefahr bestehe, dass das mutierte Virus von außen nach Deutschland getragen werde und die Bemühungen der Menschen hier damit zunichte mache. Am Donnerstag kommt die Kanzlerin deshalb mit den anderen EU-Staats- und Regierungschefs zusammen, um über das weitere Vorgehen in der Pandemie zu beraten.

Der Künstler Georg Baselitz verschenkt eine Papierzeichnung zugunsten der Obdachlosenhilfe. Das Kunstwerk „Selbstportraits ZERO“ wird bei einer Online-Benefiz-Auktion versteigert. Der Erlös soll mehreren Obdachlosenhilfeeinrichtungen in Köln, Berlin, Hamburg und Wien zugutekommen, mit denen der Kölner Verein ein Netzwerk bildet. Die Onlineversteigerung soll von Donnerstag an bis zum 31. Januar laufen. Der am 23. Januar 1938 in Sachsen geborene Baselitz gilt als einer der bedeutendsten deutschen Gegenwartskünstler.

Das Wetter - immer für überraschende Wendungen gut. Die kommenden Tage wird es sehr mild in Berlin und Brandenburg. Der Temperatur-Spitzenwert der Woche wird nach Prognosen der Wetterexperten am Donnerstag erreicht: dann könnte es bis zu zwölf Grad warm werden. Zudem kündigt der DWD vormittags und mittags vorübergehend etwas Regen an. Am Freitag bleibt es bei sieben bis neun Grad weiterhin sehr mild.

Zahl des Tages: 40

Über 40 Anlagen zur Speicherung von CO2 im Boden sind weltweit im Bau. Die Technik ist höchst umstritten. Aber gerade die „Großen“, Shell, BP und Saudi Arabien, setzen darauf. Lesen Sie hier, wie Staaten und Öl-Konzerne an der Speicherung von Kohlendioxid arbeiten.

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