Superwahlsonntag 2021 - Alle Wahlergebnisse, Analysen und News
Bundeswehrsoldaten der Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) trainieren in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) den Häuserkampf und eine Geiselbefreiung. (Archivbild) Foto: picture alliance/Kay Nietfeld
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Fragen des Tages KSK-Soldaten retten Münchner Familie, Bahn-Streik lähmt Berlin, 3G-Regel in Kraft – das war wichtig

Außerdem: Giffeys Doktormutter weist Mitverantwortung an Fehlern zurück, Berlins SPD-Fraktionschef Saleh im Interview. Der Nachrichtenüberblick.

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Was ist passiert?

Geheim-Operation „Blue Light“: Elitesoldaten der Bundeswehr sind nun auch außerhalb des Flughafens in Afghanistan im Einsatz. Deutsche Soldaten haben sich zu Fuß zur Familie vorgearbeitet. Die KSK-Soldaten retteten dabei eine Münchner Familie aus Kabul.

Bahn-Streik in Berlin und Brandenburg: Seit der Nacht wird der S-Bahn- und Regionalverkehr bestreikt. Die Bahn bietet einen Ersatzfahrplan an, es gibt einen 20-Minuten-Takt auf mehreren Linien – die Ringbahn fährt gar nicht. Was fährt und was nicht? Ein Überblick.

Giffeys Doktormutter weist Mitverantwortung zurück: Erstmals hat sich Doktormutter Tanja Börzel geäußert. Gegenüber der „OSI-Zeitung“ wies sie jetzt eine Mitverantwortung für Giffeys Fehler zurück. Denn die hat Plagiate in ihrer Dissertation.

3G-Regel für den Besuch im Restaurant: Seit Montag muss jeder geimpft, genesen oder getestet sein, um ohne Einschränkungen am öffentlichen Leben teilnehmen zu können. Was das für den Alltag bedeutet, lesen Sie hier.

Verkehrswende in Berlin: Raed Saleh ist seit zehn Jahren Fraktionsvorsitzender der SPD in Berlin. Im Interview spricht er über die Verkehrswende, eine Verwaltungsreform und Koalitionsverhandlungen – und das Lastenrad. Mit Blick auf Pendler aus dem Märkischen Viertel stellt er die rhetorische Frage: „Wollen wir diesen Leuten sagen, sie sollen Lastenrad fahren?“

Klappe, die Zweite. Schon wieder streiken die Lokführer und bringen damit viele Fahrgäste auf dem Weg zur Arbeit oder zu Geschäftsterminen in die Bredouille. Foto: imago Vergrößern
Klappe, die Zweite. Schon wieder streiken die Lokführer und bringen damit viele Fahrgäste auf dem Weg zur Arbeit oder zu Geschäftsterminen in die Bredouille. © imago

Was wurde diskutiert?

Der Strategiewechsel in der Union: CDU-Chef und Unionskanzlerkandidat Armin Laschet warnt vor einer linken Gefahr. Aber der Heldengestus passt nicht zu ihm. Armin Laschet hört gerade auf, Armin Laschet zu sein – findet meine Kollege Robert Birnbaum.

Der Afghanistan-Denkzettel: Die Lehre aus dem Misserfolg des Demokratisierungsexperiments ist klar – Europa und Amerika müssen nüchterner prüfen, was sie können, und was nicht. So aber zeigt sich noch im Scheitern ein Hang zu Allmachtsfantasien, kommentiert mein Kollege Christoph von Marschall.

Der Streik der Lokführer: Im Tarifstreit bei der Bahn demonstrieren die Konfliktparteien ihre Unfähigkeit. Mein Kollege Alfons Frese meint: Die Bahn wird zur Lachnummer.

Die Rettung des Berliner Buchladens „Kisch und Co“: Der Kreuzberger Buchladen wurde durch Eingreifen der „Deutsche Wohnen" gerettet. Das ist gut, löst aber das Problem nicht. Man sollte nicht auf unternehmerische Gnade warten, sondern politisch handeln, kommentiert meine Kollege Julius Betschka.

Ein Transparent mit der Aufschrift "Kisch & Co. bleibt" wird bei einer Kundgebung für den Erhalt der Buchhandlung in die Höhe gehalten. (Archivbild) Foto: Jörg Carstensen/dpa Vergrößern
Ein Transparent mit der Aufschrift "Kisch & Co. bleibt" wird bei einer Kundgebung für den Erhalt der Buchhandlung in die Höhe gehalten. (Archivbild) © Jörg Carstensen/dpa

Was können Abonnent:innen lesen?

„Die Kinder sind am Tage sich selbst überlassen!“ Enge, Tuberkulose, Verwahrlosung: Sie erschüttern noch heute, die Berichte der Ortskrankenkasse. Schonungslos zeigen Bilder von der Wohnungsnot vor 100 Jahren, wie Berliner bis in die Zwanziger Jahre hinein lebten.

Wenn Banken mit der Kündigung drohen: Millionen Kunden bekommen derzeit Post. Sie sollen den aktuellen Konditionen zustimmen. Droht tatsächlich die Kündigung, wenn man das nicht tut? Das müssen Sie über den Streit um Gebühren wissen.

Dieser Mann will die Taliban stoppen: Afghanistans Pandschir-Tal ist die einzige noch nicht von Radikalislamisten eroberte Provinz. Hier sammelt der Sohn von Volksheld Massud seine Kämpfer. Warum die „Löwen“ im Pandschir-Tal sogar Erfolg haben könnten, lesen Sie hier.

Kevin Kühnert streitet mit Chef von Haus & Grund: SPD-Vize Kevin Kühnert will einen Mietpreisstopp für fünf Jahre. Kai H. Warnecke, Präsident des Eigentümerverbandes Haus & Grund, hält leidenschaftlich dagegen. Im Streitgespräch sagt der SPD-Mann: „Man muss nicht schulterzuckend die Verdrängung akzeptieren.“

Was können wir unternehmen?

Ein Buch lesen: Garry Disher ist der Großmeister des australischen Krimis. In „Barrier Highway“ erzählt er von einem Polizisten, der in die Provinz strafversetzt wird.

Tanz-Festivals besuchen: Die zwei faszinierenden Performances „Frontera“ und „Archipel“ verhelfen dem Berliner „Tanz im August“-Festival zu einem beglückenden Finale.

In eine Ausstellung gehen: Als erste Berliner Messe startet die „Paper Positions“ in der Deutschen Telekom Hauptstadtrepräsentanz in den Kunstherbst. Mit insgesamt 49 Aussteller:innen aus 16 Ländern und 118 Künstler:innen ist die fünfte Ausgabe der Paper Positions klar auf die Gegenwart abonniert.

Was sollte ich für morgen wissen?

Angesichts der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban in Afghanistan beraten die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten auf einem Sondergipfel über das weitere Vorgehen. Großbritannien, das aktuell den Vorsitz in der Runde der führenden Industriestaaten inne hat, hat für 15.30 Uhr zu einer Videokonferenz eingeladen.

Auf der digitalen Transformationskonferenz des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) kommt es am Dienstagabend ab 17.30 Uhr zu einer Online-Diskussion mit DGB-Chef Reiner Hoffmann und den Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl, Armin Laschet (CDU), Olaf Scholz (SPD), Annalena Baerbock (Grüne), Christian Linder (FDP) und Janine Wissler (Linke).

Zahl des Tages!

50 wird als maßgebliche Inzidenz aus dem Infektionsschutzgesetz gestrichen. „Die 50er-Inzidenz im Gesetz hat ausgedient“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. Er forderte, als Orientierung bei der Regelung von Corona-Maßnahmen die Hospitalisierungsrate zu verwenden. Alle weiteren Entwicklungen können Sie in unserem Corona-Newsblog nachlesen.

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