Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern, und Bundeskanzlerin Angela Merkel trafen sich im Neuen Schloss auf der Insel Herrenchiemsee. Foto: Peter Kneffel/dpa
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Fragen des Tages Grüne wollen Tempolimit durchsetzen, Merkel trifft Söder – das war wichtig

Außerdem: Hessens Polizeipräsident muss zurücktreten, Großbritannien schließt Huawei vom 5G-Netz aus – und wie sie mit Verschwörungstheorien und Hass umgehen.

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Was ist passiert?

• Grüne wollen Tempolimit von 130 durchsetzen: Robert Habeck macht das Autobahn-Tempolimit zum Prüfstein für mögliche Koalitionen. Die Debatte wird hitzig geführt. Hier habe ich für Sie aufgeschrieben, wie dazu die Faktenlage ist: Was ein Tempolimit bringt – und was nicht.

• Merkel trifft Söder am Chiemsee: Kanzlerin Angela Merkel liefert CSU-Chef Markus Söder bei ihrem Besuch in Bayern tolle Bilder und sagt: „Bayern hat einen guten Ministerpräsidenten.“ Der K-Frage weicht Merkel zwar aus. Doch die Harmonie am Chiemsee trübt das nicht, hat mein Kollege Sven Lemkemeyer beobachtet.

• Großbritannien schließt Huawei von 5G-Netz aus: Der 5G-Ausbau auf der Insel soll ohne die chinesische Firma Huawei passieren. Das könnte den Plan um Jahre zurückwerfen. Hier lesen Sie in dem Bericht unseres Korrespondenten Sebastian Borger, warum Großbritannien Huawei vom 5G-Ausbau ausschließt – und wieso das den Druck auf Deutschland erhöhen könnte.

[Behalten Sie den Überblick über die Corona-Entwicklung in Ihrem Berliner Kiez. In unseren Tagesspiegel-Bezirksnewslettern berichten wir über die Krise und die Auswirkungen auf Ihre Nachbarschaft. Kostenlos und kompakt: leute.tagesspiegel.de.]

• Polizisten im Gleisdreieckpark attackiert: Der Gleisdreieckpark wird immer stärker zum Feiern genutzt, die Gewalt im Park nimmt zu. Jetzt wurden Beamte mit Steinen angegriffen und ein Jugendlicher verprügelt.Wie es dazu kam, hat mein Kollege Julius Betschka hier aufgeschrieben.

• Hessischer Polizeipräsident tritt zurück: Der Polizeichef soll Informationen zur unerlaubten Datenabfrage von Polizeicomputern nicht weitergegeben haben. Jetzt zieht er selber Konsequenzen.

Die Grünen drücken aufs Tempo. Bundeschef Robert Habeck setzt sich für 130er-Limit ein. Foto: Jens Büttner/dpa Vergrößern
Die Grünen drücken aufs Tempo. Bundeschef Robert Habeck setzt sich für 130er-Limit ein. © Jens Büttner/dpa

Was könnte ich aus dem Plus-Bereich lesen?

• Verschwörungstheorien und Hass: Die Mutter, die zur Anti-Mundschutz-Demo geht, der Onkel, der gegen Migranten hetzt: Gerade im Familienkreis ist diskutieren oft schwierig – aber notwendig. Eine Handreichung zu 5 Fehlern, die Sie beim Diskutieren mit Radikalen vermeiden sollten.

• Einsteins „glücklichster Gedanke“: Ob schwerer oder leichter Stein – sie alle fallen gleich schnell zu Boden. Die Rätsel der Gravitationskraft haben schon Einstein fasziniert und inspiriert. Hier können Sie etwas über die Lösung lesen.

• Schwieriges Preußen-Erbe: Der Name bedarf laut Wissenschaftsrat einer „kritischen Reflexion“, die „Markenidentität“ sei nicht mehr zeitgemäß. Mein Kollege Bernhard Schulz wirft einen Blick auf die Entstehung und Geschichte der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

• Der Himmel voller Trümmer: Raketenreste, Satellitenteile – Zehntausende Objekte an Raumfahrtschrott kreisen um die Erde und werden zur Gefahr. Wohin mit all dem Weltraumschrott? Lesen Sie hier über erste Versuche, das All aufzuräumen.

Welche Tipps gibt es für Plus-Abonnenten?

• Berlin als Silicon Valley der Medizin: Altgediente Klinikchefs halfen Berlin durch die Krise. Nach der Pandemie soll eine neue Generation die Stadt zur Medizinmetropole ausbauen. Mein Kollege Hannes Heine beschreibt, welche Fachleute die Stadt an die Weltspitze führen sollen – und warum ein Manager, eine Ärztin und ein SPD-Mann über Datenschutz, viel Geld und Brustkrebs streiten.

• Sex ohne Angst und Stress: Im Bett zu früh kommen, ist keine Krankheit. Doch passiert das öfter, wird bei betroffenen Männern der Leidensdruck groß. Diese Mittel und Tricks helfen bei vorzeitigem Samenerguss.

• Fair produzierte Spielwaren: Bisher ist es kaum möglich zu erkennen, unter welchen Bedingungen Spielzeug hergestellt wurde. Ein neues Bündnis will das ändern. Meine Kollege Thorsten Mumme hat für Sie ein paar Tipps zusammengestellt, die Eltern schon jetzt beachten können.

• Patentrezept fürs Glück: Beruht Erfolg auf Talent oder einfach nur der Gunst der Stunde? Der Glücksforscher und Ökonom Chengwei Liu widerspricht vielen unserer Vorstellungen.

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Was können wir unternehmen?

Unser-Ausstellungs-Tipp: Werfen Sie einen Blick auf Berlins Hotspot der Fotokunst, das C/O Berlin. Das Ausstellungshaus, eine der wichtigsten deutschen Fotografie-Institutionen, feiert jetzt 20. Geburtstag.

Unser Musik-Tipp: Gerade ist das Debütalbum „Freier Geist“ der Berliner Sängerin Sofia Portanet erschienen. Hier trifft Chanson-Pop auf New Wave.

Jenseits feuchter Mauern. Das Café von C/O Berlin im Amerika-Haus in Berlin-Charlottenburg. Die Schlangen vor dem Eingang in der Hardenbergstraße sind meist lang, das Publikum überwiegend jung. Foto: Thilo Rückeis Vergrößern
Jenseits feuchter Mauern. Das Café von C/O Berlin im Amerika-Haus in Berlin-Charlottenburg. Die Schlangen vor dem Eingang in der Hardenbergstraße sind meist lang, das Publikum überwiegend jung. © Thilo Rückeis

Was sollte ich für morgen wissen?

Im Streit über eine Rekord-Steuernachforderung von 13 Milliarden Euro für Apple in Irland fällt die erste Gerichtsentscheidung. Für die EU-Kommission könnte der politisch aufgeladene Konflikt zur wichtigen Weichenstellung in ihrem jahrelangen Ringen mit diversen Mitgliedstaaten um Steuervergünstigungen für Unternehmen werden. Am Mittwoch spricht das EU-Gericht in Luxemburg sein Urteil. Der Streit könnte noch vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) weitergehen.

Nach einem erneuten Bombenfund in Potsdam müssen am Mittwoch 7500 Menschen ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Der 250 Kilogramm schwere Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg war vergangene Woche im Aradosee unweit vom Hauptbahnhof gefunden worden und soll nun unschädlich gemacht werden. Im Bahnverkehr wird es zu Einschränkungen kommen.

Zahl des Tages

2100 Geflüchtete wollen die Bundesländer von den griechischen Inseln aufnehmen. Doch Bundesinnenminister Horst Seehofer verweigert seine Zustimmung. Die Hintergründe hat meine Kollege Andrea Dernbach hier aufgeschrieben.

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