Zum Corona-Überblick: Alle Zahlen zu SARS-CoV-2 in Deutschland
Die Ahrtalbrücke im rheinland-pfälzischen Rech ist durch das Hochwasser total zerstört. Foto: dpa/Thomas Frey
© dpa/Thomas Frey

Fragen des Tages Bezos im All, Folgen der Flutkatastrophe, Quarantäne auf Mallorca– das war wichtig.

Außerdem: Politiker besuchen Hochwassergebiete, in Osteuropa steht die Unabhängigkeit der Justiz auf der Kippe, Spendenaufrufe im TV. Der Nachrichtenüberblick.

Was ist passiert?

• Folgen der Flutkatastrophe: Von den Folgen des verheerenden Hochwassers im Kreis Ahrweiler sind rund 40.000 Menschen betroffen. Es sei eine „ungeheure große Zahl von Menschen“ auf einer „ungeheuren Fläche“, sagte der Leiter des Krisenstabes des Landes. 

• Bezos nach Weltraumflug wieder auf der Erde gelandet: Nach Richard Branson fliegt auch Amazon-Gründer Bezos in seinem eigenen Raumschiff ins All. Mit dabei: Der älteste und der jüngste Mensch, die je im All waren.

• Inzwischen mehr als 200 Urlauber auf Mallorca in Zwangsquarantäne: Wer sich auf Mallorca vor dem Rückflug mit Corona infiziert, muss in ein Quarantänehotel in Palma. Die Kosten übernimmt die Regierung. 

• Das Fernsehen als Spendensammler: Spenden für die Hochwasseropfer: So nutzen die TV-Sender ihre Reichweite, um das Leid in den betroffenen Gebieten zu lindern. 

• Wahlkampf und Unwetterfolgen: Die Kanzlerin, Seehofer, Laschet oder Dreyer – an den Orten der Flutkatastrophe lassen sich die Politiker blicken. Für wen macht das einen Unterschied und macht es überhaupt einen Unterschied? 

Der ungarische Premierminister Victor Orban steht für seine Politik stark in der Kritik. Foto: dpa/Darko Vojinovic Vergrößern
Der ungarische Premierminister Victor Orban steht für seine Politik stark in der Kritik. © dpa/Darko Vojinovic

Was wurde diskutiert?

• Rechtsstaatsverletzungen in Ungarn und Polen: In Ungarn und Polen steht die Unabhängigkeit der Justiz in Frage. Die EU sollte darauf mit Mittelkürzungen reagieren, fordert Albrecht Meier.

• Toyota & Co. tänzeln zwischen Volk und Macht herum: Was tun, wenn die Bevölkerung ein Ereignis ablehnt, das die Regierung unbedingt will? Großsponsoren rücken von Tokio ab - jedenfalls ein bisschen, kommentiert Jana Kugoth.

• Senat beschließt Stellungnahme zum Volksentscheid: Rot-Rot-Grün bleibt in der Enteignungsfrage unentschlossen, eine mögliche Umsetzung des Volksbegehrens unklar. Berlins Abstimmung lohnt trotzdem, findet Ann-Kathrin Hipp.

Auch die Corona-Warnapp stand stark in der Kritik. Foto: imago images/MiS Vergrößern
Auch die Corona-Warnapp stand stark in der Kritik. © imago images/MiS

Was können Abonnent:innen lesen?

• Deutschlands gefährliche Fixierung auf die Warn-Apps: Die Vorwürfe eines Systemversagens von Behörden und Politik werden immer lauter. Tatsächlich sind andere Länder bei der Katastrophenwarnung besser aufgestellt. 

• Wo die künftigen Boom-Regionen in Brandenburg liegen: Der Bedarf an Kauf- und Mietwohnungen nimmt immer weiter zu. Wo es noch vergleichsweise günstige und unentdeckte Orte gibt, zeigt eine Studie. 

• Warum an Klavier und Billard einst viel Blut klebte: Das Humboldt Forum in Berlin blickt in „Elefant – Mensch – Elfenbein“ auf die Geschichte des Elfenbeins. Doch es nennt die Dinge oft nicht klar genug beim Namen.

• „Laschet hat in diesem Moment Glaubwürdigkeit verloren“: Der Bio-Psychologe Peter Walschburger erklärt, was ein Gesichtsausdruck anrichten kann, wie wir ihn lesen – und missdeuten. 

Was können wir unternehmen?

Ein Buch des Büchner-Preisträgers lesen: Unheimlich österreichisch - was an Clemens J. Setz fasziniert und warum man ihn lesen sollte.

Ins neueröffnete Humboldt Forum in Berlin gehen: Einige der besten Wissenschaftler der Humboldt-Universität fragen in der Ausstellung nach dem Klimawandel und anderen Krisen der Gegenwart. 

Ein Musik-Comic lesen: Shinichi Ishizuka erzählt in „Blue Giant Supreme“ vom Traum eines japanischen Musikers, in Deutschland zum Weltstar zu werden.

Was sollte ich für morgen wissen?

Nach dem verheerenden Hochwasser wollen Bund und Länder die Flutopfer mit millionenschweren Soforthilfen unterstützen. Das Hilfspaket soll am Mittwoch vom Kabinett auf den Weg gebracht werden. Zudem könnte das Kabinett den ersten Teil einer neuen Strategie für den Bevölkerungsschutz beschließen.

Zahl des Tages!

90 Prozent der Berliner über 12 Jahren könnten bis September vollständig geimpft sein. Die Impfbereitschaft in Berlin sei „relativ hoch“, heißt es aus dem Senat.

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