Zum Corona-Überblick: Alle Zahlen zu SARS-CoV-2 in Deutschland
Corona hat die Hauptstadt im Griff: Berlin dreht das Maßnahmenrad wieder zurück. Foto: Imago
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Fragen des Tages Berlin verschärft Corona-Regeln, Drosten rät zu „Vorquarantäne“ – das war wichtig

Außerdem in den Fragen des Tages: Lukaschenko-Gegnerin Tichanowskaja im Interview, ganztägiger Warnstreik der BVG und die Sonderbehandlung für Giffey.

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Was ist passiert?

• Berlin beschließt Sperrstunde - zwei Corona-Ampeln auf Rot
Der Senat hat am Dienstagabend entschieden, dass es in Berlin künftig ab 23 Uhr eine Sperrstunde und darüber hinaus neue Kontaktbeschränkungen geben wird. Denn die Pandemie-Lage in der Hauptstadt verschärft sich weiter, inzwischen stehen zwei der Corona-Ampeln auf Rot. Alles Wichtige zur Situation in Berlin lesen Sie hier in unserem Blog.

• Drosten rät zur „Vorquarantäne“ für Familientreffen
Der Charité-Virologe Christian Drosten hat konkrete Vorstellungen, wie soziale Kontakte minimiert werden sollten, aber dennoch Menschen sich treffen können. Wichtig dabei: die Selbstdisziplin der Deutschen. Mehr dazu lesen Sie hier.

• „Auch bei uns wird die Mauer fallen“
Swetlana Tichanowskaja, Oppositionsführerin in Belarus, spricht hier im Interview über den Wandel in ihrem Land, die Protestbewegung und ihren Umgang mit der Angst.

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• Seehofer: Kein strukturelles Rechtsextremismus-Problem in Sicherheitsbehörden
Der Verfassungsschutz präsentiert Daten zu rechtsextremen Verdachtsfällen bei Bundeswehr, Polizei und weiteren Behörden. Die Zahlen seien gering, sagt Innenminister Seehofer. Seit 2017 sind mehr als 1400 Verdachtsfälle gemeldet worden.

• Ganztägiger Warnstreik bei der BVG
In Berlin und Brandenburg ruft Verdi am kommenden Freitag erneut zu Warnstreiks im Nahverkehr auf. Diesmal soll die BVG den ganzen Tag bestreikt werden, es  fährt dann keine U-Bahn, keine Tram und fast kein Bus. Mehr dazu hier.

Die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja traf am Brandenburger Tor ihre Unterstützer. Foto: Hannibal Hanschke/Reuters Vergrößern
Die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja traf am Brandenburger Tor ihre Unterstützer. © Hannibal Hanschke/Reuters

Was wurde diskutiert?

• Gelingt Donald Trump ein Comeback? Trump will trotz seiner Covid-19-Erkrankung rasch in den Wahlkampf zurück. Doch die Wähler reagieren negativ auf sein Auftreten, von der TV-Debatte bis hin zum aktuellen Umgang mit Corona. Christoph von Marschall glaubt deshalb: Diesmal schlägt die Realität das „Reality TV“ des US-Präsidenten.

• Warum das Prüfungsverfahren gegen Franziska Giffey neu aufgerollt werden müsste: Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Freie Universität der SPD-Politikerin ihren Doktortitel ließ, kommentiert Tilmann Warnecke. Denn andere Plagiatoren kommen - auch bei der FU - nicht so glimpflich davon. Es darf für die Familienministerin keine Sonderbehandlung geben

• Versagen im Auswärtigen Amt: Was die Aufarbeitung deutscher Kolonialgeschichte betrifft, zeigt sich das Ministerium gerade höchst ungeeignet, empört sich der Historiker Jürgen Zimmerer in einem Gastbeitrag. Denn Prüfstein der Kolonialverbrechen ist und bleibt hier der Umgang mit dem Völkermord an Herero und Nama. Doch der kommt bei einer Kolonialismus-Tagung des Auswärtigen Amtes nicht vor. 

Genießt eine Sonderbehandlung: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD). Foto: Jörg Carstensen/dpa Vergrößern
Genießt eine Sonderbehandlung: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD). © Jörg Carstensen/dpa

Was kann ich mit einem Tagesspiegel-Plus-Abo lesen?

• Wer gab den Auftrag für den Mord? Am 23. August 2019 wurde im Kleinen Tiergarten in Berlin der Georgier Selimchan Changoschwili erschossen. Der Kriminalfall ist längst zur Staatsaffäre geworden - denn die Auftraggeber werden in der russischen Regierung vermutet. An diesem Mittwoch beginnt der Prozess gegen den mutmaßlichen Auftragsmörder aus Russland, Claudia von Salzen und Frank Jansen haben die Tat rekonstruiert

• Neue Erkenntnisse zum Kaffee: Warum mit Filter besser ist. Viele Studien sprechen Kaffee gesundheitsfördernde Wirkung zu. Ein Ernährungsforscher warnt allerdings vor übertriebenen Schlussfolgerungen, Jan Kixmüller klärt auf.

• Berliner Orte, an denen die Zeit stehen geblieben ist Nach der Einheit hat sich Berlin neu erfunden. Und doch hat manches die Zeitenwende überdauert. Ein Bummel durch Ost und West zu Schildern, Weinseligkeit, Wegen der Kindheit und zeitloser Poesie von Björn Seeling, Elisabeth Binder, Claudia Seiring und Lothar Heinke.

Was können wir unternehmen?

Fernsehen: Die großartige Christiane Paul spielt in der Politsatire „Parlament“ eine EU-Abgeordnete. Wenn Sie glauben, das könnte nicht unfassbar komisch sein, dann lassen Sie sich vom Gegenteil überzeugen. Um 20 Uhr 15 läuft im Ersten die erste Folge, die ganze Serie gibt es schon in der Mediathek.

[Behalten Sie den Überblick: Jeden Morgen ab 6 Uhr berichten Chefredakteur Lorenz Maroldt und sein Team im Tagesspiegel-Newsletter Checkpoint über die aktuellsten Entwicklungen rund um das Coronavirus. Jetzt kostenlos anmelden: checkpoint.tagesspiegel.de.]

Tacos selber machen: Wer immer noch denkt, Tacos seien langweilige Teigfladen gefüllt mit schwerer Bohnenpampe, der hat noch keines dieser drei köstlichen Rezepte ausprobiert, die mein Kollege Kai Röger hier vorstellt. Versuchen Sie es, es lohnt sich!

Melancholisch werden: Die „Gilmore Girls“ starteten im Oktober 2000 und wurden zu DER Serie der Nuller-Jahre. Die heile Welt aus „Stars Hollow“ hat es so nie gegeben (zum Glück), aber schön ist es gerade trotzdem, zum Jubiläum mal wieder bei Lorelei und Rory vorbeizuschauen. Zum Beispiel bei Netflix oder Amazon. 

Die Gilmore Girls: Kelly Bishop als Emily (l-r), Lauren Graham als Lorelai und Alexis Bledel als Rory. Foto: Robert Voets/Netflix/dpa Vergrößern
Die Gilmore Girls: Kelly Bishop als Emily (l-r), Lauren Graham als Lorelai und Alexis Bledel als Rory. © Robert Voets/Netflix/dpa

Was sollte ich für morgen wissen?

In Athen wird am Mittwoch das Urteil gegen die rechtsradikale Partei „Goldene Morgenröte“ erwartet. Mehr als 60 Parteimitgliedern sowie Parteichef Nikos Michaloliakos werden die Bildung einer kriminellen Vereinigung und Gewalt gegen Einwanderer vorgeworfen. Dem 57-jährigen Michaloliakos und zwölf weiteren Parlamentsabgeordneten der Partei drohen Haftstrafe von bis zu zehn Jahren.

Zahl des Tages

12. Im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach ist ein zentraler Angeklagter zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Köln sprach den 43 Jahre alten Vater schuldig, immer wieder seine 2017 geborene Tochter missbraucht zu haben. Zudem ordnete das Gericht die Unterbringung eine Sicherungsverwahrung an. 

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