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Die Polizei bewacht die Synagoge in Hagen. Foto: Markus Klümper / dpa / AFP
© Markus Klümper / dpa / AFP

Fragen des Tages Angriff auf eine Synagoge und Lindners Zweifel an einer Ampelkoalition – das war wichtig

Alexandra Beste

Außerdem: Rechter Spuk in Magdeburg + Boateng legt Berufung ein + Vertrauter von Attila Hildmann packt aus + Und ein Ausblick auf morgen.

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Was ist passiert?

• Junger Syrer soll Angriff auf Synagoge in Hagen geplant haben: Die Polizei hat offenbar einen islamistischen Anschlag auf die Synagoge in Hagen verhindert. Sie spricht von einer „Islamistisch motivierte Bedrohungslage“. Es gibt mehrere Festnahmen.

• Lindner zweifelt an einer Ampelkoalition mit der SPD: SPD-Kanzlerkandidat Scholz hat um die Liberalen geworben. Doch der FDP-Chef ist skeptisch. „Wir treten nur in eine Regierung der Mitte ein“, sagt Lindner. „Mit der FDP wird es keinen Linksruck geben.“

• Wie der Wahlkampf 2021 auf Social Media geführt wird: 6211 Kandidierende, alle Bundestagsabgeordneten, Parteiaccounts, Kanzlerkandidaten. Das Social Media Dashboard zur Bundestagswahl 2021 zeigt den Wahlkampf auf Facebook, Twitter, Instagram und Youtube. Schauen Sie doch mal rein.

• Abweichler brüskieren Ministerpräsident Reiner Haseloff: Reiner Haseloff bekommt bei der Ministerpräsidentenwahl einen Denkzettel, der weniger ihm als Armin Laschet zu schaffen machen dürfte. Lesen Sie hier mehr über den rechten Spuk in Magdeburg.

• Ex-Nationalspieler Jérôme Boateng legt Berufung ein: 1,8 Millionen Euro soll Jérôme Boateng für Schläge gegen seine frühere Partnerin zahlen. Der Fall wird vor einer weiteren Instanz verhandelt werden.

Was wurde diskutiert?

• Justiz-Krimi um Geldwäsche-Einheit: Kurz vor der Bundestagswahl wirft die umstrittene Durchsuchung im Finanz- und Justizministerium immer mehr Fragen auf. Keine Seite sieht gut aus. Aber für Olaf Scholz wird das Ungemach aus Osnabrück besonders gefährlich, analysiert mein Kollege Georg Ismar.

• Ehemaliger Nationalspieler verlässt die Stuttgarter: Der Rückzug von Thomas Hitzlsperger beim VfB Stuttgart ist seinem eigenen Dilettantismus geschuldet. Schade ist es für den Klub trotzdem. Denn der VfB bringt selbst aus Hitzlsperger das Schlechteste hervor, kommentiert mein Kollege Martin Einsiedler.

• Russische Söldner für Mali? Erst zwei Militärcoups, jetzt russische Söldner – der Westen muss mehr bieten, als Antiterrorkampf. Sonst muss er gehen. Denn das Regime in Bamako ist kein verlässlicher Partner, meint meine Kollegin Andrea Nüsse.

• Der WDR-Fall Nemi El-Hassan: Die CDU urteilt bei der möglichen „Quarks“-Moderatorin vorschnell. Denn Aufklärung braucht Zeit, ein Urteil ein Fundament. Lesen Sie dazu den entsprechenden Kommentar meines Kollegen Joachim Huber.

Was können Abonnent:innen lesen?

• Vertrauter von Attila Hildmann packt aus: Einer der engsten Vertrauten Attila Hildmanns packt über den Verschwörungsideologen aus. „Er liebt Krieg, er liebt den Kampf“, sagt der Mann. Und er offenbart Überraschendes.

• Wie Kunden ihre Raten jetzt von der Bank zurückfordern können: Der EuGH hat geurteilt, dass praktisch alle jüngeren Kreditverträge unwirksam sind. Was das für Kunden bedeutet und wann sich ein Widerruf lohnt? Das lesen Sie hier.

• Wie der Berliner Senat ins 2G-Chaos steuerte: 26 Stunden nach dem Beschluss, Kinder bei 2G auszusperren, schwenkt Rot-Rot-Grün um. Plötzlich sagen alle: Es hätte nie so weit kommen dürfen. Was ist passiert? Das lesen Sie hier.

• Landeseigene Degewo vermietet asbestbelastete Sozialwohnungen in Berlin: „Fest gebundener Asbest“ – die Degewo vermietet zeitlich befristet Wohnungen mit verbautem Asbest in Schöneberg. Mieter müssen sich verpflichten, keine Löcher in die Wände zu bohren.

Was können wir unternehmen?

Ins Kino gehen: Die Regisseurin Natalija Yefemkina porträtiert in ihrer Doku „Garagenvolk“ das bunte Treiben russischer Tüftler.

Nochmal ins Kino gehen: Die europäische Rechte probt den Aufstand. Die Politik von Christian Schwochows Jugenddrama "Je suis Karl" ist diffus und didaktisch.

Auf die Art Week gehen: Hip Hop, taiwanesische Tänze und Papptiere – der Palais Populaire stellt zur Art Week spannende internationale Nachwuchskünstler vor.

Was sollte ich für morgen wissen?

Die Ausbreitung des Coronavirus im Tiroler Skiort Ischgl und die teils tödlichen Folgen für Touristen werden am Freitag erstmals von einem Gericht behandelt. Die Witwe und der Sohn eines an Covid-19 gestorbenen Österreichers, der sich bei der chaotischen Abreise aus Ischgl angesteckt haben soll, fordern rund 100.000 Euro Schadenersatz.

Rund 110 Millionen Russen sind von Freitag an zur Wahl ihres neuen Parlaments aufgerufen. Die Abstimmung im flächenmäßig größten Land der Erde ist auf drei Tage bis einschließlich Sonntag angesetzt. Ein Sieg der Kremlpartei Geeintes Russland gilt als sicher. Echte Oppositionsparteien haben kaum Chancen auf einen oder mehrere der insgesamt 450 Sitze in der Staatsduma.

Nach dem ersten Saisonsieg will Hertha BSC mit einem zweiten Dreier raus aus dem Keller der Fußball-Bundesliga. „Die Mannschaft will unbedingt. Wir wollen das Sieger-Gefühl weiter mitnehmen“, sagt Trainer Pal Dardai vor dem Heimspiel des Berliner Erstligisten am Freitag gegen Tabellen-Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth.

Zahl des Tages:

3,3 Prozent mehr Lohn erhalten die GDL-Beschäftigten. Darauf haben sich die Lokführergewerkschaft und die Deutsche Bahn überraschend geeinigt – und damit ihren festgefahrenen Tarifkonflikt gelöst und eine Einigung erzielt. Geeinigt haben sich beide Seiten demnach auch auf ein Verfahren, mit dem festgestellt wird, welche Gewerkschaft in den jeweiligen Bahn-Betrieben die Mehrheit hat.

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