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SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach spricht sich vehement für einen harten Lockdown aus. Foto: dpa/Michael Kappele
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Fragen des Tages 4,6 Millionen Impfstoffdosen auf Halde, Lauterbach erklärt Impf-Turbo – das war wichtig

Palästinenser-Chef Abbas lässt sich an Berliner Charité behandeln, „Brückenlockdown“ soll zwei bis drei Wochen dauern. Der Nachrichtenüberblick.

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Was ist passiert?

Die Zahl der nicht verabreichten Impfstoffdosen ist so hoch wie noch nie
4,6 Millionen Dosen liegen auf Halde: In Deutschland sind nun 19,7 Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus vorrätig. Davon wurden allerdings erst 15,1 Millionen verimpft, schreibt mein Kollege Christopher Stolz.

• Palästinenser-Chef Abbas lässt sich an Berliner Charité behandeln.
Immer wieder sind internationale Politiker Patienten an der Berliner Charité: Timoschenko, Nawalny und jetzt Palästinenser-Präsident Abbas. Das bringt zumeist umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen in der Stadt mit sich, wie mein Kollege Hannes Heine berichtet.

• Das ist im Saarland mit negativem Test nun wieder erlaubt: Als erstes Bundesland startet das Saarland ein Modellprojekt mit weitgehenden Öffnungen. Doch wird die Kritik lauter,weil sich die Inzidenz der 100 nähert.

• Lauterbach erklärt, wie der Impf-Turbo gelingen kann: 60 Millionen Erstimpfungen sind bis Juli möglich, sagt der SPD-Experte. Ein Beschluss der Impfkommission,der das ermöglicht, müsse jetzt schnell fallen.

• „Brückenlockdown“ soll zwei bis drei Wochen dauern: Armin Laschet plädiert für ein neues Corona-Maßnahmenpaket. Der Plan, den Corona-Gipfel vorzuziehen, kommt nur in zwei CDU-Ländern gut an.

Das Tempo der deutschen Impfkampagne nimmt zu, auch weil nun endlich auch in Praxen geimpft werden darf. Foto: dpa/Sebastian Gollnow Vergrößern
Das Tempo der deutschen Impfkampagne nimmt zu, auch weil nun endlich auch in Praxen geimpft werden darf. © dpa/Sebastian Gollnow

Was wurde diskutiert?

• Atomgespräche mit dem Iran und den USA. Nur für die Hoffnung zahlt man nicht bar. Auch unter Biden ist das Misstrauen zwischen den USA und den Mullahs groß. Die Europäer müssen eine Nachbesserung des Deals von 2015 verhandeln, fordert mein Kollege Christoph von Marschall.

• Die Fahrt aufnehmende Impfkampagne: Anfangs brauchte Deutschland drei Monate für zehn Prozent Geimpfte, jetzt ist es einer. Das Tempo nimmt zu, dank der Kommunen. Stephan-Andreas Casdorff freut sich über die guten Nachrichten. 

• Von der Leyen in Ankara – dieser Türkeibesuch gehört abgesagt. Die EU suggeriert dem türkischen Präsidenten Erdogan, dass Europa ihn mehr braucht als andersherum. Ein schwerer Fehler, findet unsere Korrespondentin Susanne Güsten

• Wer nicht streiten will, schadet dem Demokratieprinzip. Besonders bei der Identitätspolitik zeigt sich: Die Toleranz für Konflikte nimmt ab. Aber Konflikte an sich sind keine Gefahr für das Gemeinwesen.Ein Gastbeitrag zum risktanten Rufen nach Zusammenhalt von Jan-Werner Müller.

Armin Laschet hatte bei dem Besuch eines Impfzentrums in Aachen einen Brückenlockdown gefordert. Foto: dpa/David Young Vergrößern
Armin Laschet hatte bei dem Besuch eines Impfzentrums in Aachen einen Brückenlockdown gefordert. © dpa/David Young

Was können Abonent:innen lesen?

• Zu Besuch im Hochinzidenzgebiet: Erneut scheint die Pandemie in Schweden außer Kontrolle. Doch die Regierung scheut härtere Maßnahmen. Eindrücke aus einem verunsicherten Land.

• „Glück kann man lernen“ – eine Expertin gibt Tipps: Nur 10 Prozent unseres Glücks sind von den Umständen abhängig, 40 Prozent liegen bei uns. Wie wir lernen, in Krisenzeiten an das Gute zu denken, erklärt Glückspädagogin Kerstin Taubenheim.

• Deutschland denkt nach - der Pandemie gefällt das: Die Welle rollt, die Kanzlerin wartet, Armin Laschet dreht sich im Kreis. Wie die Dynamik des Zögerns das Verhältnis der Deutschen zum Virus ändert. Ein Essay. 

• Die 11 Aktien, die Goldman Sachs für am lukrativsten hält: Die Investmentbank hat Titel herausgesucht, deren Geschäftsmodell auch nach der Krise stabile Gewinne abwirft. Das Ergebnis hält auch Überraschungen bereit.

Was können wir unternehmen?

Asiatisch kochen: Einmal kochen, über 10 Mal einfach nur Wasseraufgießen und fertig ist das Wohlfühlessen mit Bumms: In Folge 43 kochen wir Instantnudelsuppe ohne Geschmacksverstärker.

Einen Politkrimi lesen: Matthias Jügler schreibt in seinem Roman „Die Verlassenen“ über eine DDR-Kindheit. Vorlage ist eine wahre Geschichte.

Filme gucken: Das Berliner Arsenal Kino widmet dem 87-jährigen Otar Iosseliani eine Online-Retrospektive. Eine Begegnung mit einem Exzentriker des europäischen Autorenkinos (bis Ende April auf www.arsenal-berlin.de. Am 13. April findet um 18 Uhr auf dem Youtube-Kanal des Arsenals eine Diskussion mit Otar Iosseliani statt).

Was sollte ich für morgen wissen?

Die Untersuchungen der EMA zum Impfwirkstoff Astrazeneca sind noch nicht abegeschlossen. Foto: REUTERS/Yves Herman Vergrößern
Die Untersuchungen der EMA zum Impfwirkstoff Astrazeneca sind noch nicht abegeschlossen. © REUTERS/Yves Herman

Die europäische Arzneimittelagentur EMA will nach eigenen Angaben am Mittwoch oder Donnerstag mitteilen, zu welchem Schluss sie bei der Untersuchung der Thrombose-Gefahr beim Impfstoff von Astrazeneca gekommen ist.

Ab Mittwoch beginnen die Hausärzte in Brandenburg regulär mit den Impfungen gegen das Coronavirus.

Im Fußball-Champions-League-Viertelfinal-Hinspiel treffen um 21 Uhr Saint-Germain und der FC Bayern aufeinander. Ein Wiedersehen mit Brisanz: Im vergangenen Jahr hatten die Münchner das Endspiel mit 1:0 gewonnen.

Zahl des Tages!

80 Jahre wird Hans W. Geißendörfer heute. Die „Lindenstraße“ war sein Lebenswerk, er brachte politisches Bewusstsein in die TV-Unterhaltung. Wir gratulieren ihm an dieser Stelle. 

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