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Der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Kubicki. Foto: dpa/Axel Heimken
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FDP-Vize entschuldigt sich Kubicki bezeichnete Weltärztebund-Chef Montgomery als „Saddam Hussein“

Frank Ulrich Montgomery sei der „Saddam Hussein der Ärzteschaft“, sagte Kubicki auf einem FDP-Landesparteitag. Nach heftiger Kritik entschuldigt er sich.

Der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Kubicki hat den Vorsitzenden des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, scharf angegriffen. Kubicki bezeichnete Montgomery auf einem FDP-Landesparteitag im schleswig-holsteinischen Neumünster wegen dessen Kritik am Verhalten der FDP in der Corona-Pandemie als „Saddam Hussein der Ärzteschaft“.

Gleichzeitig warnte Kubicki vor einer gesellschaftlichen Spaltung. „Jeder kämpft nur noch für sich.“ Wenn Kommentatoren forderten, ihn aus Talkshows zu verbannen, weil er sich für Grundrechte einsetze, „dann läuft was schief in diesem Land“. 

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Bei Twitter wurde Kubicki für seinen Hussein-Vergleich heftig kritisiert. „Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Kubicki bezeichnet Montgomery als „Saddam Hussein“ und beschwert sich im gleichen Atemzug, dass seine Verbannung aus Talkshows gefordert wird“, schreibt ein Nutzer.

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Kevin Kühnert stellte klar: „In der politischen Debatte sollte man niemanden als „Saddam Hussein“ bezeichnen. Außer vielleicht Saddam Hussein selbst. Der ist aber seit 15 Jahren tot. Insofern: In der politischen Debatte sollte man niemanden als „Saddam Hussein“ bezeichnen.“

Kubicki entschuldigte sich am Sonntag bei Montgomery. „Er hat mich angerufen und sich entschuldigt“, sagte Montgomery dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND). Er habe bei dem Vergleich „nicht an den Massenmörder gedacht, sondern nur an dessen Schnurrbart“.

Montgomery habe die Entschuldigung angenommen. „Dass er sich entschuldigt, hat Stil“, sagte er dem RND. (dpa, Tsp)

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