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Ein Crewmitglied der „Ocean Viking“ kümmert sich gerettete Kinder. Foto: Hannah Wallace Bowman/MSF/dpa
© Hannah Wallace Bowman/MSF/dpa

Fast 500 Migranten an Bord Rettungsschiffe dürfen Italien und Malta anlaufen

Das Warten ist vorbei: Die fast 500 Flüchtlinge von den Rettungsschiffen „Ocean Viking“ und „Alan Kurdi“ werden zunächst nach Italien und Malta gebracht.

Italien und Malta haben zwei Rettungsschiffen mit fast 500 Migranten sichere Häfen zugewiesen. Das Rettungsschiff „Ocean Viking“ darf 403 Menschen nach Tarent in Apulien bringen. Die italienischen Behörden hätten dem Schiff von SOS Mediterranee und Ärzte ohne Grenzen den Hafen zugewiesen, teilten die Hilfsorganisationen am Dienstag mit.

Die in den vergangenen Tagen vor Libyen geborgenen Menschen, von denen viele aus Somalia, Eritrea und Bangladesch stammten, sollten am Mittwoch an Land gehen. Unter den Migranten sind 38 Frauen und 149 Minderjährige.

Das deutsche Schiff „Alan Kurdi“ kann die 77 Migranten an Bord derweil Richtung Malta bringen. Das maltesische Militär werde die Menschen vor der Küste mit einem Schiff übernehmen, sagte der Sprecher der Hilfsorganisation Sea-Eye, Gorden Isler, der Deutschen Presse-Agentur. Die „Alan Kurdi“ müsse danach in die Werft nach Spanien und dort etwa bis März pausieren. Nun wartet noch die „Open Arms“ auf einen Hafen. Das Schiff nahm nach Angaben der spanischen Helfer in kurzer Zeit 158 Menschen auf.

Zuletzt hatte Italien den privaten Schiffen mehrfach recht schnell Häfen zugewiesen. Zuvor hatten sich andere EU-Länder, darunter Deutschland, bereit erklärt, einen Teil der Menschen aufzunehmen.

Aus dem Bürgerkriegsland Libyen setzen die meisten Migranten nach Italien über. „Es gab in den vergangenen Tagen Berichte über mindestens acht Boote in Seenot. „Die Menschen erzählen uns, dass sich die Sicherheitslage in Libyen täglich verschlechtert“, sagte Aloys Vimard von Ärzte ohne Grenzen an Bord der „Ocean Viking“ laut Mitteilung. Eine Frau, die an Verätzungen litt, war mit drei Kindern am Montag per Hubschrauber nach Malta gebracht worden. (dpa)

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