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Das Logo der rechtsextremen Partei NPD. Foto: DPA/Fredrik von Erichsen
© DPA/Fredrik von Erichsen

Falsche Polizisten verschaffen sich Zutritt NPD-Jungpolitiker wurde offenbar in eigener Wohnung attackiert

Ein 30-Jähriger wurde in seiner Wohnung in Sachsen verletzt. Einem Bericht zufolge handelt es sich um den Vorsitzenden der „Jungen Nationalisten“.

Getarnt als Polizisten sind Unbekannte am Donnerstagmorgen in die Wohnung eines 30-Jährigen im sächsischen Eilenburg, nordöstlich von Leipzig, eingedrungen. Der Wohnungsinhaber sei körperlich angegriffen worden und habe laut Pressemitteilung des sächsischen Landeskriminalamtes Verletzungen erlitten, die später im Krankenhaus behandelt wurden .

Nach Informationen des Nachrichtenportals „TAG24“ handelt es sich bei dem Opfer der Attacke um den Bundesvorsitzenden der rechtsextremen Nachwuchsorganisation der NPD „Junge Nationalisten“ Paul Rzehaczek.

Nach Polizeiangaben sollen die Angreifer dunkel gekleidet und vermummt gewesen sein. Durch gelbe Westen mit der Aufschrift „Polizei“ hätten sie den Anschein erweckt, sie seien Beamte.

Das Nachrichtenportal „TAG24“ berichtet, dass fünf Personen offenbar gezielt beide Sprunggelenke des JN-Vorsitzenden mit einem Hammer zertrümmert hätten. Zudem sollen die Angreifer die Wohnung nach Datenträgern und Handys durchsucht haben. Auf Nachfrage des Tagesspiegels teilte das LKA Sachsen mit, dass man die Identität des Angegriffenen und den detaillierten Tatverlauf „weder bestätigen noch dementieren“ könne.

Die sogenannte SOKO „LinX“ des sächsischen Landeskriminalamtes habe die Ermittlungen übernommen und suche nun nach Zeugen, denen am Donnerstag zwischen 5 und 5.30 Uhr etwas Verdächtiges aufgefallen sein könnte.

Die SOKO „LinX“ des sächsischen LKA´s wurde im Jahr 2019 gegründet und übernimmt Ermittlungen, sobald es einen Verdacht auf eine linksextreme Straftat gibt.

Der JN-Vorsitzende Rzehaczek war das letzte Mal am 14. Februar in Dresden öffentlich aufgetreten. Der 30-Jährige hatte eine Rede beim Neonazi-Gedenken an die zivilen Opfer der Alliierten-Luftangriffe auf Dresden 1945 gehalten.

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