Zum Corona-Überblick: Alle Zahlen zu SARS-CoV-2 in Deutschland
Staatsministerin Annette Widmann-Mauz (CDU), Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Foto: Soeren Stache/dpa
© Soeren Stache/dpa

„Erniedrigt, gedemütigt, entwürdigt“ CDU-Frauen fordern Prostitutionsverbot

Zuerst soll der Sexkauf von Schwangeren und Frauen unter 21 Jahren verboten werden. Dafür sollte die Freierbestrafung erweitert werden.

Die Frauen-Union der CDU fordert ein Verbot der Prostitution. In den meisten Fällen seien Frauen nicht freiwillig Prostituierte, sagte die Vorsitzende Annette Widmann-Mauz dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (Freitag).

Auch in der angemeldeten Prostitution würden Frauen „erniedrigt, gedemütigt, entwürdigt“, und dies sei durch das Prostitutionsgesetz auch noch rechtlich abgesichert, beklagte sie. „Die Frage ist doch, ob der Staat die Würde der Frau und ihr Intimstes zur legalen Ware macht.“

[Wenn Sie aktuelle Nachrichten aus Berlin, Deutschland und der Welt live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.]

In einem ersten Schritt sollte der Sexkauf von Schwangeren und Frauen unter 21 Jahren verboten und dafür die Freierbestrafung erweitert werden, forderte Widmann-Mauz, die auch Integrationsbeauftragte der Bundesregierung ist. Am Samstag beschäftigt sich der digitale Bundesdelegiertentag der Frauen-Union in einem Leitantrag mit dem Thema.

Die Tagesspiegel-Interaktiv-Angebote zur Bundestagswahl 2021:

Widmann-Mauz plädierte auch für eine bessere Unterstützung von Frauen, die den Weg aus der Prostitution suchen. Viele Frauen seien schwer traumatisiert und benötigten zunächst gesundheitliche und psychologische Betreuung. „Manche Prostituierte sind auch drogenabhängig“, sagte die Vorsitzende der Frauen-Union. „Es braucht daher sehr individuelle Konzepte und Angebote für neue berufliche Perspektiven.“ (epd)

Zur Startseite